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Marburg Vier Bands spielen für den Frieden
Marburg Vier Bands spielen für den Frieden
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18:52 27.09.2020
B.E. & Fläshmob beim „VOW“-Festival im vergangenen Jahr. Quelle: Carsten Beckmann
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Marburg

Der kleine Nachteil: kein Livepublikum, kein „echtes“ Bühnenfeeling. Der große Vorteil: „Victory Over War“ wird in diesem Jahr zum ersten Mal weltweit zu sehen sein – im Internet.

Als Livestream geht die mittlerweile dritte Auflage des Marburger Friedensfestivals am Samstag, 31. Oktober, punkt 17 Uhr an den Start. Die Festivalmacher Michal Bandac und Franziska Knetsch haben ein Programm zusammengestellt, das für so ziemlich jeden Geschmack etwas bietet:

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von hochemotionalem Songwriting über deutschsprachigen Hiphop mit knallklarer Attitüde bis zu elegantem Gypsy-Swing und mitreißenden Latinklängen. „VOW 2020“ wird indes kein reiner Musik-Livestream: Aus der ganzen Welt werden sich während der Show Menschen zuschalten, die die Idee von weltweiter Gewaltlosigkeit und Toleranz eint.

Wie schon in den Vorjahren findet auch dieses Mal das Festival wieder in Solidarität mit der „Marburger Tafel“ statt. „Und wir wollen in diesem Jahr auch den neu gegründeten Verein ,Gemeinsam – Marburger Gemeinschaft für jüdisch-muslimischen Dialog’ unterstützen“, sagt Bandac, für den weltanschauliche und politische Toleranz seit jeher im Mittelpunkt von „Victory Over War" steht.

Zuschauer können aus der Ferne mitmachen

Unterstützt wird das Festival von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, Schirmherrin ist Landrätin Kirsten Fründt. Auch Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies wird sich mit einer Grußbotschaft zuschalten. Das Cineplex Marburg unterstützt die Veranstaltung ebenfalls, die Oberhessische Presse ist erneut als Medienpartner mit im Boot.

Die technische Umsetzung des Internet-Festivals liegt in den bewährten Händen von „Flashlight“: Arwed Fischers Team wird dafür sorgen, dass die Künstlerinnen und Künstler optimal in Szene gesetzt werden, die Liveschaltungen stehen und – ganz wichtig – der interaktive Kontakt mit dem virtuellen Publikum klappt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer nämlich können viel zum Gelingen von „VOW 2020“ beitragen, indem sie die Bands anfeuern und vor allen Dingen nach Kräften für die „Marburger Tafel“ spenden.

Bandac verspricht viele Überraschungen

Moderiert wird das Festival von dem Marburger Schauspieler Camil Morariu. Er wird zunächst die Formation „Bloody Merry“ der beiden Festivalorganisatoren Michal Bandac und Franziska Knetsch auf die Bühne bitten. Nach deren Set spielt Naomi Keates mit ihrer Latin-Band „Yerba Colora“, bevor die in Siegen ansässigen Hiphopper von B.E. die Bühne entern. Ob Mohammed El-Chartouni in diesem Jahr in voller Fläshmob-Stärke aufläuft, ist fraglich – aber B.E. light gibt’s sicherlich nicht.

Als Headlinerin spielt dann die in Gießen ansässige Texanerin Tess Wiley, die vom Gitarristen und Lapsteel-Player Tim Potzas begleitet wird. Zwischen den Auftritten der Bands werden Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Organisationen zu sehen und zu hören sein. Darüber hinaus verspricht Bandac jede Menge Überraschungen, spannende Gesprächspartner und natürlich jede Menge großartige Livemusik.

Von Carsten Beckmann