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Marburg Vorbereitungen für Sommersaison laufen im Aquamar
Marburg Vorbereitungen für Sommersaison laufen im Aquamar
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15:58 19.04.2021
Bäderchef Rolf Klinge am Außenbecken im Aquamar.
Bäderchef Rolf Klinge am Außenbecken im Aquamar. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Die Sommersaison naht, und mit ihr sollte eigentlich auch die Öffnung des Marburger Freibads anstehen. Sie ist üblicherweise immer Anfang Mai fest im Kalender der Marburger Badefans eingeplant. Doch auch dieses Jahr wie bereits schon im vergangenen Jahr macht Corona der frühzeitigen Öffnung des „Aquamar“-Freibads am Trojedamm einen Strich durch die Rechnung.

Im vergangenen Jahr war es nach dem im März erfolgten Lockdown erst im Juni soweit. Wann es dieses Jahr sein wird, das steht noch in den Sternen. „Aufgrund der aktuellen Vorgaben des Landes gibt es zurzeit kein konkretes Datum, ab wann und in welcher Form Schwimmbäder in Hessen wieder öffnen dürfen“, erläutert Bäderchef Rolf Klinge auf OP-Anfrage.

Bäder bleiben bis zum 9. Mai geschlossen

Die derzeitigen Regelungen gelten laut dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier noch bis zum 9. Mai. Dies bedeutet, dass die Bäder auf jeden Fall bis zum 9. Mai nicht öffnen werden. Nicht absehbar sei, welche Entscheidungen in den nächsten Tagen auf Bundesebene getroffen würden. Sie werden aber wohl unmittelbare Auswirkung auf die Kommunen und ihre Schwimmbäder haben. „Die zurzeit sehr hohen Inzidenzwerte in Hessen und im Landkreis Marburg-Biedenkopf deuten ebenfalls nicht daraufhin, dass eine Öffnung der Schwimmbäder zeitnah ansteht“, macht Klinge aber klar.

Rolf Klinge zeigt auf die sanierte Decke im Hallenbad AquaMar Marburg Quelle: Thorsten Richter

Ungeachtet dessen sind aber die Vorbereitungen für eine Öffnung des Freibades angelaufen. So wird beispielsweise schon das große Schwimmerbecken im Freien mit Wasser befüllt. Allerdings schränkt der Bäderchef ein, dass aufgrund des derzeit ungemütlichen Wetters mit nächtlichen Temperaturen im Frostbereich bis zu minus fünf Grad alle Arbeiten sowieso nicht so zügig ausgeführt werden können, dass eine kurzfristige Öffnung möglich wäre. Hinzu kommt, dass auch die für die Erwärmung des Beckenwassers notwendige Solar-Absorberanlage aufgrund der niedrigen Außentemperaturen derzeit nicht in Betrieb gehen kann.

Aufgrund all dieser Faktoren sieht Rolf Klinge derzeit frühestens für Mitte Mai eine Freibad-Öffnung als realistisch an – und auch nur dann, wenn die Infektionslage und die geltenden Corona-Verordnungen eine Öffnung zulassen. Wegen der guten Erfahrungen aus der vergangenen Badesaison unter Corona-Bedingungen sieht die Bäderverwaltung auf jeden Fall ihr bestehendes Hygiene- und Zugangskonzept bestätigt.

Roswitha Friedrich-Käppl reinigt die Rutsche im Hallenbad. Quelle: Thorsten Richter

„Es gibt aktuell keinen Grund, an unserem Konzept etwas zu ändern“, so Klinge. Unter der Voraussetzung, dass die Verordnung den Bäderbetrieb zulasse, werde es in bewährter Manier wieder verschiedene Zeitfenster pro Tag geben, für die sich die Badbesucher online ihre Tickets reservieren können.

Ähnlich, aber etwas anders ist die Sachlage im Hallenbad-Teil des städtischen Bades, das mit kurzen Unterbrechungen im vergangenen Jahr seit September 2019 wegen größerer Schäden im Deckenbereich als Sanierungsfall fast durchgehend geschlossen war. „Die eigentlichen Sanierungsarbeiten sind weitgehend erfolgreich abgeschlossen“, teilt Klinge auf OP-Anfrage mit. Für die Sanierung waren ca. 1,4 Millionen Euro Gesamtkosten vorgesehen. Da die Endabrechnung aller Bauleistungen noch nicht vorliegt, stehe die finale Bausumme jedoch noch nicht fest.

Umfangreiche Grundreinigung

Derzeit werden im Hallenbad noch Rest-Schäden behoben. Darüber hinaus laufe die umfangreiche Grundreinigung, die nach solch einer großen Sanierung zwingend notwendig sei. Wenn all diese Arbeiten abgeschlossen sind, dann sollen die Becken im Hallenbad wieder mit Wasser befüllt werden. Darauf wird dann die Einregulierung mit dem Test aller Wasserkreisläufe erfolgen. Diese Prozeduren müssen laut Klinge mit besonderer Sorgfalt erfolgen, weil die Becken jetzt seit geraumer Zeit nicht in Betrieb waren.

Rolf Klinge am Außenbecken im Freibad AquaMar. Quelle: Thorsten Richter

Der Öffnung des Hallenbads steht also eigentlich nichts im Wege. Aber auch für die Neueröffnung des Hallenbad-Teils ist eine genaue zeitliche Prognose nach Angaben von Klinge derzeit noch schwierig. „Wir rechnen aber damit, dass die von der Dachsanierung betroffenen Bereiche des Bades mit geöffnet werden können, wenn Hallenbäder pandemiebedingt wieder öffnen dürfen“, schätzt der Bäderchef. Für eine mögliche Wiedereröffnung des Hallenteils im Aquamar werden nach heutigem Stand ebenfalls weitreichende Hygieneregelungen und Zugangsbeschränkungen gelten.

Von Manfred Hitzeroth

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