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Marburg Operation am offenen Herzen
Marburg Operation am offenen Herzen
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16:21 11.09.2020
Das Elisabeth-Herz am Marburger Spiegelslustturm wird repariert. Foto: Tobias Hirsch Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Eigentlich sollten die gelben Leuchtstoffröhren am weithin sichtbaren Lichtschmuck des Kaiser-Wilhelm-Turms schon im März dieses Jahres ausgetauscht werden. Doch was sollte nicht alles im März passieren und musste auf die lange Bank geschoben werden, weil die Corona-Pandemie alles und jedem einen Strich durch die Rechnung machte?

Nun am Donnerstag, 10. September, war es soweit, die Fachleute machten sich auf in die luftige Höhe des Leucht-Organs, das sich seit seiner Installation zu einem der Wahrzeichen Marburgs gemausert hat. Im Hintergrund grüßte am frühen Morgen noch der halbe Mond, als die Lichtexperten ihren Job machten, damit es demnächst wieder heißen kann: Bei Anruf Licht.

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Aber: Im Verlauf der Arbeiten stellte sich heraus, dass zwei der angelieferten Leuchtröhren defekt waren, wie Oliver Kutsch, Fachdienstleiter Hochbau, auf OP-Anfrage mitteilt. Nun müsse erst Ersatz bestellt und dann ein neuer Termin für den Hubsteiger arrangiert werden. Daher sei es noch ungewiss, wann das Herz über Marburg endlich wieder strahlen werde, sagt Kutsch.

Das Kunstwerk „Siebensiebenzwölfnullsieben“ war zum Elisabethjahr 2007 am Spiegelslustturm installiert worden und verdankt seinen etwas sperrigen Namen dem Geburtstag der heiligen Elisabeth – Überlieferungen zufolge am 7. Juli 1207. Das Kunstprojekt hatte seinerzeit Helmi Ohlhagen gestaltet, sie hatte ein schmiedeeisernes gotisches Ornament aus den Türen des Hauptportals der Elisabethkirche als Vorbild genommen.

Von Carsten Beckmann und Marcus Richter

11.09.2020
11.09.2020