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Marburg Dreigeteilte Ausstellung zur Stadtgeschichte
Marburg Dreigeteilte Ausstellung zur Stadtgeschichte
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14:00 22.04.2022
Ruth Fischer, Leiterin des städtischen Fachdienstes Kultur, zeigt die Präsentation des neuen bebilderten Zeitstrahls zur Marburger Stadtgeschichte am Treppenaufgang im Marburger Rathaus.    
Ruth Fischer, Leiterin des städtischen Fachdienstes Kultur, zeigt die Präsentation des neuen bebilderten Zeitstrahls zur Marburger Stadtgeschichte am Treppenaufgang im Marburger Rathaus.     Quelle: Manfred Hitzeroth
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Marburg

Drei Ausstellungen in einem: Die „Stadtgeschichten“ sind das verbindende Element einer dreigeteilten Ausstellung zum Jubiläumsjahr „Marburg 800“. Offizieller Start ist am Sonntag, 24. April, ab 12 Uhr. Die Ausstellungsorte sind das Rathaus und die Brüder-Grimm-Stube sowie das Marburger Landgrafenschloss.

Die „Jahrhundertgalerie“ im Rathaus bebildert ausgewählte Ereignisse der letzten 800 Jahre, erläutert Ruth Fischer, Leiterin des Fachdienstes Kultur. Dort ist entlang der Treppen ein bebilderter Zeitstrahl aus unterschiedlichen Jahreszahlen zu bewundern, die von 1222 bis in die Gegenwart reichen. Nur wenige Schritte entfernt in der Brüder-Grimm-Stube am Obermarkt geben „acht Objekte in acht Jahrhunderten“ Einblicke in vergangene Lebenswirklichkeiten.

Schließlich sollen in den Ausstellungsräumen im Südflügel des Schlosses insgesamt 40 Exponate Teile der Geschichte Marburgs illustrieren. Dazu zählt unter anderem ein Modell des 1875 abgerissenen Schäfer’schen Hauses, das um 1319 nach dem großen Stadtbrand errichtet wurde und lange als eines der ältesten Fachwerkhäuser Marburgs galt. Zu weiteren Exponaten zählen ein Ziffernblatt der landgräflichen Uhr der Marburger Pfarrkirche sowie eine schmiedeeiserne Wetterfahne des Rathauses aus dem Jahr 1663.

Los geht das Ganze mit einer Eröffnungsshow am Marktplatz am Sonntag, 24. April, ab 12 Uhr – eingeleitet durch Musik der Marching Band „The Small Easy“. Ab dann und bis 17 Uhr sind das Rathaus und die Brüder-Grimm-Stube geöffnet.

Jazz-Musik am Markt begleitet die Ausstellungen

Zu hören sind danach am Markt auch Jazzmusik mit dem „Samuel Bos Trio“ sowie Kurz-Performances rund um Geschichte. So liest Dr. Christoph Becker zusammen mit Bernd Waldeck einen Text zum Thema „Der Wandteppich vom verlorenen Sohn“, und es gibt auf der Marktbühne auch „historisches Improtheater“ mit dem „Fast Forward Theatre“.

Zudem werden Gästeführer in historischen Kostümen die Gäste informieren. Und in der Brüder-Grimm-Stube können Kinder historische Motive von Randi Grundke puzzeln sowie das neue Jubiläumsbilderbuch ausmalen.

Danach „spielt die Musik“ auf dem Schloss, wo dann gegen 13.15 Uhr der dritte Teil der Ausstellung „Stadtgeschichten“ feierlich eröffnet wird. Wer nicht zu Fuß vom Marktplatz zum Schloss laufen möchte, der kann einen E-Pendelbus nutzen, der am Sonntag zwischen 13 Uhr und 17.30 Uhr hin- und herfährt.

Neunköpfiges Arbeitsteam erkundete Marburgs Historie

Der letzte Programmpunkt ist die Präsentation des Buchs zum Thema „Marburger Stadtgeschichten“, die ab 14 Uhr in der Lutherischen Pfarrkirche stattfindet. Die reich bebilderte Publikation der Stadt Marburg ist im Wallstein Verlag erschienen.

Für die Konzeption der Ausstellung hatten sich die Verantwortlichen des Fachdienstes Kultur der Stadt Marburg unter der Leitung von Ruth Fischer und des Uni-Museums für Kunst und Kulturgeschichte (Dr. Christoph Otterbeck) unter der fachlichen Beratung von Dr. Eva Bender zusammengetan.

Die neunköpfige Arbeitsgruppe arbeitete zusammen, um die Historie Marburgs anhand von ausgewählten stadtgeschichtlichen Objekten zu erkunden und zu vermitteln. Die Spurensuche führte auch in die Sammlung des Landgrafenschlosses.

Von Manfred Hitzeroth