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Marburg Kirchen feiern Stadtgeburtstag mit
Marburg Kirchen feiern Stadtgeburtstag mit
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15:59 25.03.2022
Marieke Kräling (von links), Claudia Plociennik, Ulrich Biskamp und Alexander Hirsch mit dem Banner der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen zum 800. Stadtgeburtstag.
Marieke Kräling (von links), Claudia Plociennik, Ulrich Biskamp und Alexander Hirsch mit dem Banner der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen zum 800. Stadtgeburtstag. Quelle: Foto: Manfred Hitzeroth
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Marburg

„Wir feiern!“: So lautet die frohe Botschaft auf dem Banner der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen aus Marburg im Format von 3,50 Meter mal 5 Metern, das seit gestern am Turm der Kirche St. Peter und Paul gegenüber der Stadthalle hängt. Eine stilisierte Marburg-Silhouette ergänzt das Motiv, das zur Feier des 800. Marburger Stadtgeburtstags auch die Farben des Jubiläums „Marburg 800“ aufgreift. Gemeinsam legten gestern Marieke Kräling und Claudia Plociennik (beide von der katholischen Organisation „citypastoral“) sowie Pfarrer Ulrich Biskamp (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und Alexander Hirsch (Anskar-Kirche) Hand an, um das Banner in die luftige Höhe zu befördern. Gehisste Fahnen, Zaunbanner und Plakate – überall im Stadtbild werden an mehr als 250 Stellen mit dem gleichen Motiv bunte Akzente gesetzt.

Segenswünsche

Es soll ein sichtbares Zeichen der Marburger Kirchen darstellen, um der Stadt mit allen Segenswünschen zum runden Geburtstag zu gratulieren. „Die christlichen Kirchen sind ja seit Anbeginn mit der Stadt Marburg verbunden“, sagte Biskamp im Gespräch mit der OP. So sei schließlich schon die Ersterwähnung Marburgs als Stadt mit der Pfarrkirche verbunden. Und in der 800-jährigen Geschichte Marburgs hätte die Kirche in vielfältiger Form immer wieder eine wichtige Rolle gespielt – beginnend von der Heiligsprechung der Landgräfin Elisabeths und dem Bau der Elisabethkirche über das Marburger Religionsgespräch auf dem Schloss und den Einfluss von Landgraf Philipp dem Großmütigen als fürstlicher Unterstützer der Reformation bis hin zur großen Bedeutung, die beispielsweise der Deutsche Orden für die Stadtentwicklung gespielt habe.

Es sind in diesem Jubiläumsjahr neben vielen dezentralen Veranstaltungen der unterschiedlichen Kirchengemeinden auch zwei größere Aktionen geplant, kündigte Mareike Kräling an. So ist am 2. Juli eine spirituelle Sternwanderung nach Marburg geplant.

Und am 17. September wird es dann wieder eine „Nacht der Kirchen“ geben, die in dieser Form in Marburg zuletzt im Jahr 2009 stattgefunden hatte. An diesem Tag werden alle Kirchen bis gegen Mitternacht geöffnet sein und ein abwechslungsreiches Programm anbieten – von Lesungen und Musik bis hin zu Ausstellungen oder Gesprächsrunden.

Dass die Kirchen von Anfang an auch ein Teil der Marburger Stadtgeschichte seien, betonte auch Alexander Hirsch. „Wir feiern mit und wollen ein Segen sein für die Stadt. Wir ziehen uns nicht zurück“, betonte er.

Von Manfred Hitzeroth