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Marburg Marburg zählt zu den Top-Wirtschaftsstandorten
Marburg Marburg zählt zu den Top-Wirtschaftsstandorten
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14:00 19.07.2021
Nicht der einzige Sitz von Top-Unternehmen in Marburg und Umgebung: der Pharmastandort am Görzhäuser Hof.
Nicht der einzige Sitz von Top-Unternehmen in Marburg und Umgebung: der Pharmastandort am Görzhäuser Hof. Quelle: Archivfoto
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Marburg

Eine ländliche Region als deutsche Wirtschaftsmacht und ein Motor in dessen Mitte: Mehrere Kommunen im Landkreis Marburg-Biedenkopf zählen zu den oberen 25 Prozent bei der Standort-Attraktivität von Unternehmen, vor allem Marburg sucht in ganz Mittelhessen seinesgleichen.

Für das Standort-Ranking hat das Marktanalyse-Netzwerk „Die Deutsche Wirtschaft“ (DDWi) 3572 deutsche Städte hinsichtlich ihrer Unternehmenslandschaft untersucht. Die Rangliste wird dabei durch die wichtigsten Unternehmen aus verschiedenen Segmenten – Top-Konzerne, Weltmarktführer, Mittelstand, Wachstumsbranchen – und Standortfaktoren wie speziell Infrastruktur, Gewerbeflächen und Arbeitskräfte errechnet.

Das Marburger Unternehmen Seidel in der Rosenstraße. Quelle: Nadine Weigel

Marburg belegt im Regionen-Vergleich Rang 121. Das bedeutet für den Wirtschaftsstandort eine Verbesserung um 69 Plätze, die Universitätsstadt liegt somit 30 Plätze vor Gießen. Das Ranking listet alleine in Marburg 17 Top-Unternehmen auf. Darunter vor allem Seidel, Sälzer, CSL und Temmler sowie die FiNet Asset Management AG, ein Vermögensverwalter mit Firmensitz in der Nordstadt.

„Es ist eine Möglichkeit, sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Zukunftsfähigkeit einer Stadt oder Region zu beurteilen“, erklärt Michael Oelmann, DDWi-Chef, den Nutzen der Rangliste.

Weit hinter Marburg, aber immer noch im ersten Viertel der deutschen Top-Standorte, landen Biedenkopf – unter anderen mit dem Vorzeige-Unternehmen Elkamet auf Position 721 – und Kirchhain mit dem Aushängeschild Marburger Tapetenfabrik auf Position 778.

Elkamet-Werk in Biedenkopf Quelle: Archiv

So schneiden andere Kreis-Kommunen ab

Auch noch im Bereich der besonders attraktiven Standorte sind Stadtallendorf, unter anderem mit Fritz Winter auf Rang 1067, und Dautphetal mit der Firma Roth auf 1102. Es folgen Lahntal (1919), Ebsdorfergrund (1968), Gladenbach (2419), Neustadt (3153) und Bad Endbach (3668), in denen etwa Kaphingst, Dr. Schär und Weso wiederum als „wichtigste Firma am Standort“ geführt sind.

Laut der Analyse ist Marburg sogar der hessische Top-Standort nördlich des Rhein-Main-Gebiets. Nur Fulda (50) im Osten des Bundeslands und das von Autobahnkreuzen umgebene, somit logistisch günstig gelegene Kassel stehen im Vergleich mit der Region rund um Frankfurt besser da als die Universitätsstadt.

Dass Fulda so weit oben steht, liegt wohl vor allem an der festgestellten Zahl an Top-Unternehmen – 45 an der Zahl, darunter Tegut. In Gießen fallen 22 unter diese Kategorie, die für Marburg gezählten 17 bedeuten in der Auswertung dieser Sonder-Kategorie immer noch einen Platz in den oberen 200 aller deutschen Wirtschaftsregionen.

Firma Sälzer in Marburg. Quelle: Thorsten Richter

Spitzenreiter im bundesweiten Ranking ist aus Sicht der Wirtschaft Hamburg – mit deutlichem Abstand – vor Berlin, München, Frankfurt und Düsseldorf.

Auffällig: Nicht viele Städte der Größe Marburgs – etwa 75.000 Einwohner – schaffen es im Wirtschaftsstandort-Ranking so weit nach oben. Darunter sind das nördlich an Hamburg angrenzende Norderstedt, wo etwa Tesa und Casio Werke haben, das südlich von Hamburg gelegene Lüneburg mit der dortigen Landeszeitung als wichtigem Arbeitgeber oder Jena mit Carl Zeiss.

Von den erfolgreichen kleinen, mittelständischen und internationalen Unternehmen profitiert speziell Marburg über die ungewöhnlich hohen Gewerbesteuereinnahmen: Sie liegen seit Jahren jenseits der Marke von 100 Millionen Euro pro Jahr.

Von Björn Wisker

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