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Marburg Marburg warnt vor dieser Raupe
Marburg Marburg warnt vor dieser Raupe
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20:39 03.06.2020
(Archivbild) Der Eichenprozessionsspinner hat in Marburg wieder mehrere Eichen befallen Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Wie die Stadt Marburg mitteilt, hat der Eichenprozessionsspinner wieder mehrere Eichen in Marburg befallen. Entdeckt wurden die Raupen bereits in Schröck, Michelbach, Ockershausen, am Richtsberg, in der Marbach, am Radweg zwischen Cappel und Ronhausen und im Schlosspark.

Befallene Bäume lassen sich an zwei Merkmalen erkennen: Erstens befinden sich Gespinstnester am Stamm (siehe Foto); zweitens bewegen sich die Raupen in einer Prozession.

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Gefahr durch Raupenhaare 

Von den Raupenhaaren geht eine akute gesundheitliche Gefährdung für Menschen aus, warnt die Stadt. Sie bittet, befallene Bäume zu melden per Telefon an 06421/2011759 oder per E-Mail an gruenflaechen@marburg-stadt.de.

Bei Bäumen auf Privatgrundstücken kann die Stadt den Grundstückbesitzern Kontakte zu Fachfirmen vermitteln, die die Beseitigung übernehmen. Bei Bäumen auf öffentlichen Flächen ist die Stadt zuständig.

Die Stadt weist darauf hin, dass es nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zu vermeiden sein wird, dass immer mehr Bäume vom Eichenprozessionsspinner befallen werden. Die Stadt wird daher nicht in allen Fällen alle Nester vollständig absperren oder bekämpfen können – aber den Befall nach Meldung schnellstmöglich durch ein Hinweisschild deutlich sichtbar machen.

Schwellungen, Juckreiz, Fieber

Die feinen Brennhaare der Raupen können sich nach jeder Häutung leicht aus den Gespinsten lösen und dabei im Unterholz und im Bodenbewuchs vorhanden sein. Sie sind gefährlich für den Menschen. Zu den Symptomen gehören lokale Hautausschläge in Verbindung mit punktuellen Hautrötungen, leichten Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen.

Das Einatmen der Haare führt zu Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut. Bronchitis, schmerzhafter Husten und Asthmabeschwerden können in der Folge auftreten. Weitere Begleiterscheinungen können in Einzelfällen Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung sein. Bei überempfindlichen Personen sind allergische Schockreaktionen nicht auszuschließen.

Tipps

Der Fachdienst Stadtgrün und Friedhöfe der Stadt Marburg rät:

  • Befallsstelle meiden
  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • Kleider wechseln und duschen
  • empfindliche Hautbereiche wie Hals und Unterarme schützen
  • auf Baumpflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind
  • bei allergischen Symptomen einen Arzt aufsuchen
  • Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners Fachleuten überlassen
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