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Marburg Hessens Hochburg für Angriffe auf Burschis
Marburg Hessens Hochburg für Angriffe auf Burschis
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09:57 09.12.2019
Auf die Mütze: Kommt es in Hessen zu Gewalt gegen Burschenschaftsmitglieder, passiert das fast nur in Marburg. Quelle: Archiv
Marburg

Das hat eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag ergeben. Laut Frank Grobe, wissenschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, werde Gewalt von links „häufig bagatellisiert oder sogar als legitim angesehen“. Das zeige sich speziell bei den Attacken gegen Korporationen.

Allerdings ist Zahl und Dichte der Studentenverbindungen beziehungsweise deren Anhänger in Marburg auch deutlich höher als anderswo in Hessen. In der Stadt gibt es seit Jahren regelmäßige Farbbeutel-Würfe auf Verbindungshäuser. Dazu immer wieder verbale und vereinzelte körperliche Auseinandersetzungen zwischen Verbindungsstudenten und der linksradikalen Szene, etwa rund um die Ex-Szenekneipe „Havana8“.

Vor seiner Abschaffung gab es auch anlässlich des Marktfrühschoppens immer wieder Konflikte. Laut hessischem Verfassungsschutzbericht gab es zwischen 2014 und 2018 insgesamt rund 100 rechtsextremistische und etwa 90 linksextremistische Gewalttaten – vor allem Körperverletzungen, einige Brandstiftungen und wenige versuchte Tötungen.

von Björn Wisker