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Marburg Marburg beschränkt Öffnungszeiten beim Weihnachtsmarkt
Marburg Marburg beschränkt Öffnungszeiten beim Weihnachtsmarkt
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09:17 28.11.2021
Samstagabend gegen 19 Uhr waren die Weihnachtsbuden auf dem Marktplatz geschlossen, weil sich Freitagabend viele Menschen nicht an die Corona-Schutzmaßnahmen gehalten hatten.
Samstagabend gegen 19 Uhr waren die Weihnachtsbuden auf dem Marktplatz geschlossen, weil sich Freitagabend viele Menschen nicht an die Corona-Schutzmaßnahmen gehalten hatten. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Die Stadt Marburg beschränkt ab sofort die Öffnungszeiten der Weihnachtsmärkte an der Elisabethkirche und in der Oberstadt. Die Weihnachtsmärkte werden vorerst nur noch bis 18 Uhr geöffnet haben, der Alkoholverkauf endet um 17 Uhr. Damit reagiert die Stadt Marburg  auf die Verletzung der Hygieneauflagen, die im Laufe des Freitagabends eingesetzt und zur umgehenden, vorzeitigen Schließung des Weihnachtsmarktes geführt haben.

Für die beiden Weihnachtsmärkte wurde von den Veranstaltern mit dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept abgestimmt. In den ersten Stunden des Weihnachtsmarktes sei das sehr gut gelaufen, heißt es von Seiten der Stadt. Mit fortschreitender Stunde habe jedoch das Abstandhalten und das Tragen von Masken deutlich nachgelassen. Bei wachsender Besucherzahl ließ sich auf dem engen Raum dann auch an einzelnen Punkten des Weihnachtsmarktes das Hygienekonzept der Veranstalter nicht mehr einhalten. Die Stadt, die den Weihnachtsmarkt engmaschig begleitet und ständig kontrolliert, hat daraufhin um 20 Uhr den Weihnachtsmarkt für den Abend geschlossen.

Nach einer Besprechungsrunde mit der Ordnungsbehörde und mit dem Landkreis hat die Stadt Marburg daraufhin kurzfristig entschieden, die Öffnungszeiten und den Alkoholverkauf beim Weihnachtsmarkt einzuschränken. "Denn nicht der Kauf von gebrannten Mandeln, Weihnachtsdekoration oder einer Bratwurst für die Kinder ist das Problem, sondern Situationen, in denen – insbesondere unter Alkoholeinfluss – Hygieneregeln nicht mehr beachtet werden", betont die Stadt.

Diese Entscheidung traf bei den Marburgerinnen und Marburgern auf unterschiedliche Reaktionen. "Richtige Entscheidung, keiner kümmert sich nach dem vierten Glühwein um die Abstände und das ist bei den derzeitigen Inzidenzen Wahnsinn. Die Intensivstationen quellen über und da wird munter gefeiert - das passt nicht", so ein Kommentar. Bei den Besuchern, die am gestrigen Samstagabend auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein trinken wollten, überwog die Enttäuschung. "Das ist schon schade. Es tut mir auch für die Budenbetreiber leid, weil die Leute dann jetzt einfach irgendwo in die Kneipe gehen und da ist die Ansteckungsgefahr höher", sagte die 24-jährige Kati, die mit einigen Freundinnen unterwegs war. 

Die Stadt indes betont, dass "der Weihnachtsmarkt eine Möglichkeit ist, den Menschen auch in Zeiten von Corona ein kleines Stück Normalität, ein wenig weihnachtliche Stimmung, und eine Gelegenheit zu einem Treffpunkt an der freien Luft zu verschaffen. Diese Möglichkeit kann jedoch nur aufrechterhalten werden, wenn alle Besucherinnen und Besucher vernünftig agieren und sich an die Regelung zu Abstand und Maske halten."

Die Stadt Marburg und die Veranstalter appellieren daher an die Vernunft der Menschen, verschärfen aber zugleich die Regelungen beim Weihnachtsmarkt. Der Weihnachtsmarkt wird weiterhin eng begleitet und gegebenenfalls wieder geschlossen, wenn das Hygienekonzept nicht eingehalten wird. Die Stadt Marburg geht davon aus, dass mit diesem abgestuften Konzept ein sicherer Weihnachtsmarkt möglich bleibt.

Die Stadt und ein zusätzlicher Security-Service kontrollieren, dass die erforderlichen Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Alle Besucher*innen sind dringend gebeten, darauf zu achten, damit der Besuch für alle sicher bleibt. Menschen mit Krankheitssymptomen sollten von einem Besuch des Marktes absehen. Außerdem sollten auf beiden Weihnachtsmärkten medizinische Masken oder FFP2-Masken getragen werden, der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten.

von Nadine Weigel

27.11.2021
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