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Marburg Forderung nach solidarischer Antwort auf die Krise
Marburg Forderung nach solidarischer Antwort auf die Krise
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18:00 07.01.2022
Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen und Gegendemonstration. (Archivfoto)
Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen und Gegendemonstration. (Archivfoto) Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Am Georg-Gaßmann-Station startet um 14 Uhr die Demonstration der Corona-Maßnahmen-Gegner „Für eine freie Impfentscheidung“. Die Teilnehmer wollen „trommelnd durch Marburg ziehen“. Die Route führt nach Auskunft der Stadtverwaltung vom Georg-Gaßmann-Stadion durch die Südstadt: durch die Leopold-Lucas-Straße, Schwanallee, Wilhelm- und Universitätsstraße, durchs Südviertel bis zur Frankfurter Straße und wieder zurück zum Stadion. Zwischenkundgebungen sind am Gesundheitsamt, auf dem Friedrichplatz, an der Ecke Haspelstraße/Liebigstraße und an der Bushaltestelle Schwanallee geplant.

Das Alerta Kollektiv und Fridays for Future Marburg wollen dagegen ein Zeichen setzen mit einer Gegendemonstration in der Nordstadt. Sie wollen sich für eine solidarische Bekämpfung der Corona-Pandemie einsetzen. Der Demonstrationszug startet um 14 Uhr unter dem Motto „Solidarität statt Verschwörungsmythen“ am Hauptbahnhof und führt über die Bahnhof-, Elisabeth-, Deutschhaus- und Biegenstraße sowie die Weidenhäuser Brücke zum Elisabeth-Blochmann-Platz.

Drexler: „Transparenter Umgang mit Impfstoffen“

„Die Coronaleugner-Bewegung hat sich deutschlandweit als rechtsoffen bewiesen, das merken wir leider auch in Marburg immer wieder“, sagte Elisa Drexler, Pressesprecherin des Alerta Kollektivs, laut Mitteilung. Auch inhaltlich äußern sich die Veranstalter der Gegendemonstration: Die Gefahr durch Covid-19 werde verharmlost und geleugnet, wohingegen die Schutzmaßnahmen geradezu verteufelt würden. Impfungen und Masken werden auf komplett unwissenschaftlicher Basis als gefährlich und unterdrückend dargestellt.

„Das ist verantwortungslos und egoistisch. Wir wünschen uns einen sozialen und solidarischen Umgang mit der Pandemie. Das bedeutet für uns, dass wir Risikogruppen schützen und das Personal im Gesundheitssystem entlasten wollen“, sagte Lara Ahlers von Fridays for Future Marburg. „Unsere Antwort auf die Krise ist eine solidarische: Wir fordern, dass Risikogruppen die nötige Unterstützung erfahren. Wir wollen, dass unsere Krankenhäuser nicht mehr profitorientiert handeln müssen, sondern endlich genug fair entlohntes Personal einstellen können, um ein robustes Gesundheitssystem für alle zu schaffen. Dazu fordern wir endlich einen transparenten Umgang mit Impfstoffen, der koloniale Strukturen aufbricht und die Impfpatente mit allen Ländern teilt“, sagte Drexler.

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