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Marburg Am 4. Mai ist weltweiter Star-Wars-Tag
Marburg Am 4. Mai ist weltweiter Star-Wars-Tag
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10:10 04.05.2022
Rotes Lichtschwert und Maske: Darth Vader gehört zu den bekanntesten Figuren des Star-Wars-Universums.
Rotes Lichtschwert und Maske: Darth Vader gehört zu den bekanntesten Figuren des Star-Wars-Universums. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Was haben Uni-Präsident Professor Thomas Nauss und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies gemeinsam? Sie sind nicht nur beide bekannte Marburger Gesichter, sondern auch Fans des Star-Wars-Universums. „Im August 1977 wurde mein Rückflug aus Los Angeles wegen eines technischen Problems um 36 Stunden verschoben“, erinnert sich der Oberbürgermeister. „Mein amerikanischer Gastbruder, mein Bruder und ich haben diesen Tag genutzt, den gerade angelaufenen ersten Film – heute: ,Star Wars: Eine neue Hoffnung’ – anzusehen.“

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Wann sind die Filme erschienen?

1977: Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung (früher: Krieg der Sterne)

1980: Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück

1983: Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Retter

1999: Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung

2002: Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger

2005: Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith

2008: Star Wars: The Clone Wars

2015: Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht

2016: Rogue One: A Star Wars Story

2017: Star Wars: Episode VIII – Die letzten Jedi

2018: Solo: A Star Wars Story

2019: Star Wars: Episode IX – Der Aufstieg Skywalkers

Auch der Uni-Präsident erinnert sich an sein erstes Star-Wars-Erlebnis. Zum ersten Mal schaute Nauss Star Wars, als der zweite Film in die Kinos kam, verriet er. Für den damals zehnjährigen Jungen war es eine Art filmisches Erweckungserlebnis. „Das war damals eine völlig neue Tricktechnik, und es war wie eine andere Welt“, sagt Nauss. Und natürlich hatte er auch passendes Spielzeug im Kinderzimmer.

Wortspiel als Namensgeber

Diese Kino-Erlebnisse liegen schon Jahrzehnte zurück und die Filme wirken heute leicht angestaubt, und doch besteht der Hype um die Star-Wars-Saga immer noch. Das zeigt sich auch am heutigen Star-Wars-Tag, der jährlich am 4. Mai von vielen Fans auf der ganzen Welt gefeiert wird. Aber wieso wird überhaupt am 4. Mai das Star-Wars-Universum gefeiert? Auf Englisch klingt „May, the fourth“ – also der 4. Mai – fast genauso wie der Anfang des freundlich-tiefsinnigen Satzes „May the force be with you“ – zu Deutsch: Möge die Macht mit Dir sein –, der häufig in den Filmen gesagt wird.

An diesem besonderen Tag verkleiden sich Fans als Lieblingsfigur, backen Star-Wars-Kekse oder veranstalten mit Freunden einen Filmmarathon. Im Kino sind solche Filmevents nur schwierig möglich. Zum Bedauern der Marburger Kinobetreiberin Marion Closmann. „Es ist schade und traurig, dass solche Events nicht mehr möglich sind. Ein Kino lebt auch davon“, sagt sie. Mittlerweile laufe fast alles nur noch über Streaming-Portale. Nichtsdestotrotz ist sie selbst ein „total großer Fan“.

Kostümvereine

Nicht nur Filmabende gehören bei Star Wars dazu, sondern auch das Kostümieren als die eigenen „Helden“. Ein internationaler Kostümverein ist die „Rebel Legion“. Sie gehört der „Hellen Seite der Macht“ an. Die deutsche Untergruppe nennt sich „German Base Yavin“. Die Mitglieder kostümieren sich unter anderem als Jedi. Nach eigenen Angaben zählt der deutsche Club 235 Mitglieder.

Auch die „Dunkle Seite der Macht“ schläft nicht. Mitglieder des internationalen Vereins „501st Legion“ und des deutschen Ablegers „German Garrison“ treten bei Veranstaltungen zum Beispiel als Darth Vader und Sturmtruppler auf. Nach eigenen Angaben ist die „German Garrison“ mit 1 023 aktiven Mitgliedern Deutschlands größter Star-Wars-Kostümclub.

Lange Nächte im Rex

An lange Filmabende denkt auch der Präsident des Footballvereins Marburg Mecenaries, Carsten Dalkowski, zurück. „Ich bin mit Luke Skywalker und Han Solo groß geworden. Damals ist man noch mehrfach ins Kino gegangen. Ich kann mich sogar noch an die langen Nächte im Rex erinnern. Das waren schöne Erlebnisse“, erzählt Dalkowski. Der erste Star-Wars-Film, den er schaute, sei „Das Imperium schlägt zurück“ gewesen. „Das dürfte Anfang der 80er Jahre gewesen sein und das ist tatsächlich auch immer noch mein Lieblingsfilm in dieser Reihe“, sagt er.

Die richtige Reihenfolge der Filme

Möchte man sich die Star-Wars-Filme anschauen, steht man vor einer entscheidenden Frage: Mit welchem der Filme fängt man an und welcher sollte folgen? Möglichkeit eins orientiert sich an den Veröffentlichungsdaten. Man beginnt mit Episode IV, V und VI. Dann folgen Episode I, II und III. Anschließend können Episode VII, VIII und IX geschaut werden. Diese Variante verspricht mehrere Plot-Twists und es kommt häufiger zu Überraschungen in der Handlung. Variante zwei orientiert sich an der Episoden-Reihenfolge. Das bedeutet, man beginnt mit Episode I und schaut chronologisch alle weiteren Filme bis Episode IX. So verfolgt man die Handlung von Anfang an. Neben diesen Varianten gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Filme zu schauen. Auch die Filme „Star Wars: The Clone Wars“, „Rogue One: A Star Wars Story“ und „Solo: A Star Wars Story“ können dazu kommen. Jeder Star-Wars-Fan kann für sich entscheiden, welcher Film auf den nächsten folgen soll. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch.

Marburgs Bürgermeisterin Nadine Bernshausen verrät, dass sie vermutlich mit acht oder neun Jahren zum ersten Mal Star Wars geschaut habe. „Das war mit meinem großen Bruder.“ Sie selbst sagt von sich, dass sie früher eher ein Trekkie, also Star-Trek-Fan, gewesen sei. Aber seit der Star-Wars-Parodie „Spaceballs“ „ist mir Darth Vader ans Herz gewachsen. Außerdem mag ich Meister Yoda und Alec Guinness als Obi-Wan Kenobi“, erzählt sie.

Bildergalerien

Hier gibt's verschiedene Star-Wars-Bildergalerien:

Von Lucas Heinisch