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Marburg Rosenbeet im Uni-Park erhält Erweiterung
Marburg Rosenbeet im Uni-Park erhält Erweiterung
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12:00 21.08.2019
Das Rosenbeet am Musizierhaus soll erweitert werden. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Die Universität ­beginnt in den kommenden ­Tagen mit der Umsetzung des Parkpflegewerks für den Alten ­Botanischen Garten. Die ersten beiden Schritte zur Umsetzung werden der Abbau des Duft- und Tastgartens (die OP berichtete) sowie eine ansprechendere Gestaltung des Heilpflanzenbeetes sein. Dies teilte jetzt die Uni-Pressestelle mit.

In beiden Fällen werden einige Tonnen Beton und Fundamente aus dem Alten Botanischen Garten verschwinden. Das Parkpflegewerk wurde im Herbst 2018 als fundierte Arbeitsgrundlage für die weitere Entwicklung des Gartens vorgelegt, der seit den 1970er-Jahren überwiegend als öffentlicher Park in der Innenstadt dient.

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Bereits in dieser Woche wird der Duft- und Tastgarten in der Nähe der Behringtreppe am Pilgrimstein abgebaut. Dieser Abbau ist sowohl mit der Blindenstudienanstalt (Blista) als auch mit der Stadt Marburg abgestimmt. In den 1980er-Jahren als Duftrosen- und Blindengarten angelegt, wurden in der Anlage später Duftrosen durch pflegeleichte Beetrosen ersetzt.

Standort für Rosen nicht mehr sonnig genug

Inzwischen ist der Standort für Rosen nach Angaben der Verantwortlichen des Botanischen Gartens allerdings nicht mehr sonnig genug, weil die umgebende Vegetation weitergewachsen ist und das Rosenbeet zunehmend beschattet. Beim Abbau werden zunächst die in die Jahre gekommenen Metallgeländer des Beetes abmontiert und entsorgt, dann werden die Betonsteine (L-Steine) zur Begrenzung der Hochbeete und Wegbeläge entfernt.

„Es werden vonseiten des Botanischen Gartens alle Anstrengungen unternommen, um wertvolle, zu erhaltende Pflanzenbestände umzusetzen“, erklärt Kristin Kilias, die Technische Leiterin der Außenanlagen und des Alten Botanischen Gartens.

An der Terrasse des Musizierhauses befindet sich ein Rosenbeet, das erweitert und aufgewertet werden soll. Dazu werden, wenn möglich, Pflanzen wiederverwendet und zusätzlich wird die Pflanzung ergänzt. Auch andere Elemente wie zum Beispiel Rankgitter sollen – soweit möglich – weiterverwendet werden.

Heilpflanzenbeet soll ansprechender gestaltet werden

„Bei allen Arbeiten achten wir darauf, dass in ­Anspruch genommene Flächen und die angrenzende Vegetation so schonend wie möglich ­
behandelt werden und es so ­wenige Beeinträchtigungen wie möglich gibt“, sagt Kilias. Die Fläche des Tastgartens wird im Anschluss in die große Wiese integriert und mit Rasen eingesät.

Im Herbst wird zudem ein markanter Baum (Gelbholz) neben dem ehemaligen Duft- und Tastgarten nachgepflanzt, der im Jahr 2017 wegen fehlender Standsicherheit gerodet werden musste. Das Heilpflanzenbeet an der Nordseite des Gartens in der Nähe zur neuen Uni-Bibliothek wird ansprechender gestaltet. Dazu werden die Betonplatten auf den Wegen im Heilpflanzenbeet ausgebaut.

Die Wegedecke wird mit dem für den Alten Botanischen Garten typischerweise verwendeten Goßfeldener Lahnkies gestaltet. „Dadurch wird das allgemeine­ Erscheinungsbild verbessert und Fläche entsiegelt“, erklärt Kristin Kilias. Die Lücken in der Buchsbaumhecke, die als ­Begrenzung rund um das Heilpflanzenbeet dient, werden geschlossen. Bei allen gärtnerischen Arbeiten – sowohl beim Duft- und Tastgarten als auch im Heilpflanzenbeet – sollen auch Auszubildende des Botanischen Gartens mitwirken.