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Marburg Polizei setzt auf Abstrichzentren und Sensibilisierung
Marburg Polizei setzt auf Abstrichzentren und Sensibilisierung
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18:58 08.01.2022
Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen will die hessische Polizei sicherstellen, dass sie einsatzfähig bleibt.
Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen will die hessische Polizei sicherstellen, dass sie einsatzfähig bleibt. Quelle: Monika Skolimowska
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Marburg

Die hessische Polizei hat mit Beginn der Corona-Pandemie eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Kolleginnen und Kollegen zu schützen und die Einsatzbereitschaft auch bei hohem Krankenstand sicherzustellen.

„Die Funktionsfähigkeit der hessischen Polizei ist somit an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt in Hessen gewährleistet“, sagt Martin Ahlich, der Sprecher der Polizeidirektion Marburg.

Damit die Polizei kein größerer Personalausfall durch Corona trifft und die Handlungsfähigkeit sichergestellt ist, wurde mit Beginn der Pandemie ein landesweit einheitliches Schichtdienstmodell eingeführt. Dieses Schichtmodell stelle sicher, dass Dienstgruppen möglichst wenig Überschneidungen haben und nicht untereinander in Kontakt kommen, so Ahlich.

Unter anderem wurden folgende Maßnahmen hessenweit umgesetzt:

  • Bildung von Koordinierungsstäben in den einzelnen Polizeibehörden, so auch beim Polizeipräsidium Mittelhessen
  • Steigerung der bereits vorhandenen Hygieneressourcen (etwa Einweghandschuhe, Mundschutz, Desinfektionsmittel, Infektionsausstattungen)
  • Reduzierung von Besprechungen und Fortbildungen
  • Ermöglichung von Homeoffice
  • Newsletter über organisationsinterne Entwicklungen
  • Einrichtung und Organisation von polizeieigenen Covid-19-Abstrichzentren des Polizeiärztlichen Dienstes
  • Sensibilisierung der Polizeibeschäftigten hinsichtlich der Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen sowie aktuellen Handlungsempfehlungen.

Ein für die hessische Polizei eingerichteter Landeseinsatzstab koordiniert federführend und landesweit die Einsatzkräfte sowie weitere notwendige organisatorische Maßnahmen. Zusätzlich zu diesen Vorkehrungen wurden in vielen Behörden, so auch im Polizeipräsidium Mittelhessen, Pandemiestäbe errichtet, die, so Ahlich, „strategische, organisatorische sowie personelle Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes ergreifen können.“ Die vielleicht wichtigste Präventionsmaßnahme der Polizei in Mittelhessen ist die Impfquote. Sie liegt laut Ahlich bei mehr als 80 Prozent.

„Polizeibeamtinnen und -beamte konnten so wie gewohnt ihre Präsenz zeigen und für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Sorge tragen und dabei flächendeckend alle erforderlichen Maßnahmen vor Ort gewährleisten“, bilanziert der Pressesprecher.

„Mögliche temporäre Personalausfälle, die durch Verdachtsfälle einer Infektion oder bestätigte Infektionsfälle verursacht werden könnten, werden wie in der Vergangenheit im Bedarfsfall durch Personalverschiebung innerhalb der Polizeipräsidien oder durch Zuweisung von Kräften der Hessischen Bereitschaftspolizei kompensiert.“

Von Till Conrad