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Marburg Bus kracht in Apotheke
Marburg Bus kracht in Apotheke
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21:56 06.03.2020
Am Freitag ist am Marburger Südbahnhof ein Gelenkbus der Stadtwerke in die Apotheke gefahren. Dabei wurden 16 Menschen verletzt. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Schock am frühen Abend: Ein Bus der Stadtwerke ist gegen 16.30 Uhr in die Apotheke am Südbahnhof gekracht. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befanden sich rund 30 Personen in dem Bus.

16 Personen wurden verletzt. 13 von ihnen kamen nach medizinischer Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser, zwei davon verbleiben dort stationär. Alle Verletzten waren ansprechbar, für keinen besteht laut Polizei Lebensgefahr. Die Opfer erlitten vorwiegend Prellungen und Schnittverletzungen. Bei zwei Personen besteht der Verdacht auf Brüche.

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Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Zehn Rettungswagen und zwei Notärzte versorgten die Verletzten am Unfallort. Die Straße war abgesperrt.

Der Linienbus stand nach ersten Erkenntnissen der Polizei zunächst an der Bushaltestelle am Südbahnhof und setzte sich dann in Bewegung. Aus bislang nicht bekannten Gründen kam der Bus nach dem Anfahren und einer zurückgelegten Strecke von etwa 30 Metern von der Straße ab und fuhr dann mit der Front in die Schaufenster der Apotheke.

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In der Apotheke wurde niemand verletzt. „Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich glücklicherweise keine Kunden in der Apotheke“, sagte Heinz Frank, Leiter der Polizeistation Marburg, im Gespräch mit der OP. Der anwesende Apotheker wurde nicht verletzt. Die Statik des Gebäudes wurde noch am Abend überprüft und ist offensichtlich nicht beeinträchtigt.

Der 50 Jahre alte Fahrer des Gelenkbusses blieb unverletzt. Bei ihm ergaben sich keine offensichtlichen Hinweise auf einen Alkohol- oder Betäubungsmitteleinfluss.

„Wir prüfen, ob andere Ursachen in Betracht kommen können. Das könnten medizinische Ursachen sein, technische Ursachen am Bus oder eine Fehlbedienung des Busses“, sagte Frank. Die Polizei geht derzeit von einem Schaden jenseits der 100.000 Euro aus.

Von Nadine Weigel

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