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Marburg Arbeitsreiche Erntezeit
Marburg Arbeitsreiche Erntezeit
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14:00 02.09.2021
Hier sehen wir ein Bild von der Ernte per Sense in Kirchvers aus dem Jahr 1930, Das Foto hat uns Ursula Weise geschickt, zu sehen sind ihre Großeltern Ännchen und Peter Haas, oder auch Wäwesch, der Dorfname.
Hier sehen wir ein Bild von der Ernte per Sense in Kirchvers aus dem Jahr 1930, Das Foto hat uns Ursula Weise geschickt, zu sehen sind ihre Großeltern Ännchen und Peter Haas, oder auch Wäwesch, der Dorfname. Quelle: Privat
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Der Kreislauf der Landwirtschaft, die harte Arbeit auf dem Feld, auf dem Hof, im Stall oder in der Scheune. Das ist ein Sinnbild für das ländliche Leben, oft verklärt als romantisiertes Ländle-Bild, aber auch – pragmatischer betrachtet – respektiert als Grundpfeiler der Nahrungsmittelproduktion. Sind doch alle schlussendlich auf das bäuerliche Handwerk angewiesen, ob als Landwirt, der damit sein Brot verdient, oder dem Verbraucher, der das Brot (und anderes) auf dem Teller haben will.

Arbeit auf dem Hof: Dieses Bild aus dem Jahr 1938 hat uns Ursula Weiser aus Altenvers zugeschickt.Hier arbeitet die Familie Simon auf dem Hof in Altenvers. Quelle: Privat

Dieses Foto hat uns Bernd Müller geschickt - es zeigt ihn und seinen Bruder Helge Müller auf einem Wagen im Jahr 1952. Beide Jungs durften bei der Heuernte in Endbach mitfahren. Quelle: Privat

Und diese Arbeit an der „Basis“ erzeugt bei vielen direkt oder indirekt Beteiligten Wohlwollen. Gerade wenn es um die „alte Landwirtschaft“ geht. Hier haben wir wieder ein Sinnbild, für ein hartes, bodenständiges, ein genügsames Leben, was viele fasziniert und einen gewissen Stolz auf die Vergangenheit weckt. Das zeigt sich auch bei den Bildern unserer Leser, von denen auffallend viele aus einem landwirtschaftlichen Kontext stammen und gerade die wichtige Erntezeit dokumentieren.

Erntezeit in den 1930er Jahren: Dieses Foto hat uns Albert Schmidt aus Cappel geschickt. Es zeigt die Feldarbeit in Rollshausen. Dort betrieben seine Eltern Ferdinand und Martha Schmidt in den 1930er Jahren eine Hühnerfarm, im Haus Nummer 6, auf dem "Lachtehof". Sie waren dort unter dem Namen „Heuer-Schmidt“ (Hühner-Schmidt) bekannt. Dieser Hof wurde auch der „Heilige Hof“ genannt. Die Bewohner dieses Hofes hatten die Verpflichtung, die Glocke in der nahegelegenen Kirche zu läuten. Dieser Aufgabe seien seine Eltern jahrelang immer gerne nachgekommen. Quelle: Privat

Die gemeinsame harte Arbeit auf dem Acker, der Kreislauf zwischen Saat und Ernte, die Versorgung des wertvollen Viehs, die Familienbande auf dem Hof. All das drücken zahlreiche alte Fotos aus, die vor 70 oder sogar 90 Jahren entstanden sind, und den Nachfahren als eindrückliche Erinnerung geblieben sind.

Dieses Foto aus dem jahr 1930 hat uns Albert Schmidt aus Cappel geschickt. Es zeigt seine Eltern auf dem Lachtehof in Rollshausen inmitten ihrer Hühnerschar. Dort betrieben seine Eltern Ferdinand und Martha Schmidt in den 1930er Jahren eine Hühnerfarm, im Haus Nummer 6, auf dem "Lachtehof". Sie waren dort unter dem Namen „Heuer-Schmidt“ (Hühner-Schmidt) bekannt. Dieser Hof wurde auch der „Heilige Hof“ genannt. Die Bewohner dieses Hofes hatten die Verpflichtung, die Glocke in der nahegelegenen Kirche zu läuten. Dieser Aufgabe seien seine Eltern jahrelang immer gerne nachgekommen. Quelle: Privat

Dieses Bild zeugt von der harten Landarbeit und hat uns Wolfgang Bender aus Roßberg zugeschickt. Zu sehen sind seine Eltern und seine Großmutter im Jahr 1953 mit Kuhgespann auf dem Hof der Familie Bender in Roßberg. Mit dem Gespann samt Mistewagen ging es damals aufs Feld hinaus, um den Dünger auszubringen. Hier lenkt gerade Vater Nikolaus Bender das Gespann, Großmutter Elisabeth Bender steht an der Handbremse des Wagens und seine Mutter Änne Bender schaut von der Haustür aus zu. Quelle: Privat

Hier wird gearbeitet - die Aufnahme, die uns Beate Gaul zugeschickt hat, hält einen Moment aus der Erntezeit in Lohra fest, entstanden im Jahr 1913. Zu sehen sind der Hof und das Elternhaus von Georg Gaul am Lindenplatz in Lohra. Quelle: Privat

Repros historischer Bilder für die OP-Serie können per E-Mail an geschichte@op-marburg.de eingereicht werden

Von Ina Tannert