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Marburg Erste Schulwoche gestaltet sich unauffällig
Marburg Erste Schulwoche gestaltet sich unauffällig
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19:00 16.01.2022
Ein Schüler führt an seinem Platz einen Corona-Schnelltest durch. Dieser Vorgang gehört jetzt mehr denn je zum Alltag in den Schulen.
Ein Schüler führt an seinem Platz einen Corona-Schnelltest durch. Dieser Vorgang gehört jetzt mehr denn je zum Alltag in den Schulen. Quelle: Sebastian Gollnow
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Marburg

Die Schulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf erlebten einen durchaus ermutigenden Schulauftakt nach den Weihnachtsferien. Die erste Schulwoche verlief jedenfalls ohne größere Zwischenfälle, die Kopfschmerzen verursachen könnten, wie es weitergeht.

„Die Vorgaben für den Schulstart nach den Ferien wurden frühzeitig noch im vergangenen Jahr kommuniziert und waren damit allen bekannt“, sagt Burkhard Schuldt, Leiter des Staatlichen Schulamtes Marburg. Nach allem, was ihm gespiegelt wurde, geht er davon aus, dass sich die erste Woche nach Schulstart wie schon nach den Sommerferien und den Herbstferien als eine unauffällige Woche gezeigt hat. „Die Verdachtsfälle und die tatsächlichen Corona-Fälle bewegen sich weiterhin auf dem niedrigen Niveau wie vor den Ferien“, so Schuldt.

Das dürfe jetzt aber nicht dazu führen, sich frühzeitig auf Lockerungen einzulassen. Im Gegenteil. Dieser Erfolg sei nur über das Einhalten der derzeitigen Vorgaben erreicht worden. Achtsamkeit sei nach wie vor das Gebot der Stunde. Die Schulen selbst versuchen darüber hinaus, so viel Normalität wie nur möglich zu integrieren. So stehen jetzt auch für diverse Schulklassen Praktikumswochen an. Dankenswerterweise gab es doch noch viele Firmen und Einrichtungen, die sich Schülerinnen und Schüler nicht verschlossen haben, wobei nicht in allen Fällen die zuvor gemachten Angebote aufrechtgehalten werden konnten. Die Schulen richten sich darauf ein, die betreffenden Schülerinnen und Schüler sinnvoll zu beschäftigen. Auch werden an weiterführenden Schulen nun die Besuchstage für Schüler der Klassen vier samt Eltern organisiert. Auch dabei werde versucht, Schülern wie Eltern so viel wie möglich zu zeigen und zugänglich zu machen. Die einzelnen Besuchergruppen werden aber bewusst klein gehalten.

Auch in der Vergangenheit wurde trotz Corona versucht, besondere Ereignisse nicht einfach abzusagen. Die Martin-Luther-Schule in Marburg beispielsweise ließ sich nach einem Jahr Pause wieder in der Vorweihnachtszeit auf den traditionellen Schüleraustausch mit Schülerinnen und Schülern aus Poitiers in Frankreich ein. Hiesige Schüler empfanden den Besuch der Schüler aus Frankreich als ein „richtiges Weihnachtsgeschenk“ in Corona-Zeiten. Burkhard Schuldt hofft, dass die Disziplin an den Schulen sich weiter auszahlt, sagt aber auch, dass im Hintergrund schon Szenarien besprochen werden, was zu machen ist, wenn es doch mal Personalnot an Schulen geben sollte. „Das sind logische Konsequenzen, die aber derzeit nicht als akut anzusehen sind“, so Schuldt. Dass man immer ein klares Gesamtbild habe, liege auch an der guten Zusammenarbeit der Schulträger und des Gesundheitsamtes. Hier bleibe nicht im Unklaren, alles werde transparent weitergegeben und besprochen. Das sei sehr vorbildlich.

Von Götz Schaub