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Marburg 250 neue Jobs bei Biontech
Marburg 250 neue Jobs bei Biontech
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09:00 27.01.2022
1,2 Milliarden Impfdosen hat Biontech in Marburg bereits hergestellt.
1,2 Milliarden Impfdosen hat Biontech in Marburg bereits hergestellt. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

250 neue Stellen wird der Impfstoffhersteller Biontech an seinem Marburger Standort schaffen. Entsprechende Meldungen bestätigte am Mittwoch (26. Januar) auf OP-Nachfrage die Biontech-Kommunikationschefin Jasmina Alatovic.

Zuvor hatte die Agentur Bloomberg außerdem gemeldet, dass Biontech in Marburg kurzfristig rund 50 Millionen Euro investiert – unter anderem sollen zusätzliche Büroflächen entstehen. Die Biontech-Sprecherin bestätigte dies im Gespräch mit der OP ebenfalls und erklärte darüber hinaus, dass die neuen Jobs sowohl im administrativen Bereich als auch in der Produktion entstehen.

Derzeit arbeiten rund 500 Menschen bei dem Hersteller des Covid-Vakzins am Marburger Standort. Wie Jasmina Alatovic sagte, sei auch am Standort Idar-Oberstein geplant, die dortigen Kapazitäten auszuweiten.

Genauer Zeitraum steht noch nicht fest

Dass am Hauptsitz in Mainz expandiert wird, ist bereits seit dem vergangenen Jahr bekannt. Für die Umsetzung der in Marburg geplanten Investitionen gebe es noch keinen genauen Zeitrahmen, sagte die Unternehmenssprecherin, erklärte aber, dass es sich dabei um die Planung für das laufende Jahr handele. Biontech in Marburg hat nach Bloomberg-Angaben bereits mehr als 1,2 Milliarden Impfdosen geliefert, die gemeinsam mit Pfizer vertrieben werden. Die Partner wollen dem Medienbericht zufolge in diesem Jahr an Standorten auf der ganzen Welt bis zu vier Milliarden Dosen des mRNA-Impfstoffs herstellen.

Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies sagte am Mittwoch (26. Januar) auf OP-Nachfrage in einer ersten Stellungnahme: „Wir freuen uns natürlich sehr über diese Nachricht.“ Die Entscheidung bestätige die Strategie, die schon im Masterplan Behringwerke festgelegt worden sei. Spies weiter: „Damit wird die Bedeutung des Standorts Marburg in der Pandemie-Bekämpfung noch einmal deutlich unterstrichen.“ Vor allem sehe er die Unternehmensentscheidung als ein starkes Signal des Vertrauens in den Standort Marburg, in die Fachkräfte aus Marburg und der Region und als gute gemeinsame Zukunftsperspektive: „Damit wird auch der ganze Pharmastandort Marburg eine weitere Stärkung erfahren.“

Von Carsten Beckmann

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