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Marburg Magistrat sieht neuen UB-Betrieb entspannt
Marburg Magistrat sieht neuen UB-Betrieb entspannt
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08:01 27.08.2019
Was passiert mit dem Parkplatz an der nun wiederbelebten Alt-UB? Quelle: Björn Wisker
Marburg

Von der Umsetzung der städtischen Pläne hängt zumindest auch die perspektivische Verkehrsführung auf der Weidenhäuser Brücke ab: Denn eine Autospur weniger, dafür Radschutzstreifen in beide Richtungen – das ist laut Magistrat erst möglich, wenn die Pkw-Zahlen auf der Hauptverkehrsstraße sinken, was wiederum über Autoabstell-Möglichkeiten samt Nahverkehrs-Drehkreuz an der nahegelegenen Wilhelm-Röpke-Straße gelingen soll. Das Vorhaben sei ein „wichtiger Baustein, um den Innenstadtbereich deutlich zu entlasten und das Verkehrsaufkommen zu senken“.

Teil der Verkehrsknoten-Überlegung ist seit Jahren, vor allem im Rahmen der mittlerweile verworfenen Straßenbahn beziehungsweise Regio-Tram-Debatte, neben einem Bus-Drehkreuz und Parkplatzausbau auch die Eröffnung eines Bahnhaltepunkts Marburg-Mitte. Auf diesen schielt die Stadtspitze nach wie vor. Man habe Regierungspräsidium Gießen und Rhein-Main-Verkehrsverbund darauf hingewiesen, einen entsprechenden Stopp „bei den weiteren Verkehrsplanungen zu berücksichtigen“, heißt es auf OP-Anfrage. Und der wieder auflebende UB-Betrieb gefährde das Vorhaben nicht: „Nach unserer derzeitigen Einschätzung hat die Nachnutzung keine Auswirkungen auf die städtische Idee“, heißt es von der Stadtverwaltung auf OP-Anfrage.

Die auf dem Uni-Gelände ­geplante Parkplatzerweiterung – je nach Ausführung könnten zwischen 150 und 300 zusätzliche Parkplätze entstehen – hängt laut Stadtwerken an der Zustimmung der Landesverwaltung. Das für den Bau nötige Okay hat es nach wie vor nicht gegeben.

von Björn Wisker