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Marburg Horror-Klassiker für die Ohren
Marburg Horror-Klassiker für die Ohren
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14:58 26.07.2020
Hörtheatrale 2020: Die Heuhaufen-Halunken sind Victoria Schmidt, Daniel Sempf, Camil Morariu. Quelle: Isabel Streibig
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Marburg

Eine laue Marburger Sommernacht, ein Glas Rotwein, der bezaubernde Blick über die gesamte Stadt und den Nervenkitzel der ganz großen Horror-Klassiker auf sich wirken lassen. So wird jede Nacht des Hörtheatersommers 2020 zu einer ganz Besonderen, denn Live-Hörspiel trifft auf Theater.

Wenn die Abendsonne vor der beeindruckenden Kulisse des Spiegelslustturms untergeht und sich der sprichwörtliche Vorhang auf der Waldbühne hebt; die Strahler den Turm in gruseliges Licht tauchen, Nebelschwaden aufsteigen und Fledermäuse ihre Kreise ziehen – dann entführt die Hörtheatrale das Publikum in andere Welten. Die Bühne und weite Teile der Sitzplätze sind überdacht, sodass auch ein Regenschauer kein Problem ist.

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Los geht es mit Bram Stokers Gruselklassiker Dracula, am Donnerstag, 30. Juli, um 21 Uhr. Dracula (Stefan Gille) will seine Macht über Europa ausweiten, in dem er das „Vampirische Virus“ verbreitet. Dafür reist er von Transsilvanien nach London. Der holländische Gelehrte Professor Abraham van Helsing (Michael Köckritz), erkennt sofort an den Bissspuren einer infizierten Frau, dass Dracula angekommen ist. Fest entschlossen das Virus auszulöschen, macht er Jagd auf den größten Vampir aller Zeiten.

Ausgeklügelte Geräuschkulisse

Weiter geht es am Samstag, 1. August, um 21 Uhr mit Agatha Christies Krimi „Die Mausefalle“, in dem sich acht sehr verschiedene Personen in der neu eröffneten Pension Monkswell Manor versammeln. Ein Schneesturm schneidet die Pension von der Außenwelt ab. Man erfährt von einem Mord in London. Unerwartet trifft ein Sergeant ein, um zu ermitteln. Und plötzlich gibt es auch hier eine Leiche, die Telefonleitung ist gekappt. Bald ist klar: Der Mörder muss einer von ihnen sein. Jeder verdächtigt jeden. Nichts ist, wie es scheint.

Und noch mehr Menschen sollen sterben. Christine Reinhardt, Peter Radestock, Daniel Sempf, Michael Köckritz und Franziska Knetsch erzählt den Krimi als „Live-Hörspiel”, bei dem Geräusche jeglicher Art einen besonderen Stellenwert einnehmen. Mal ist das Zer­knüllen einer Zeitung zu hören, dann knarrt eine Tür oder klingelt ein Telefon. Diese ausgeklügelte Geräuschkulisse macht das Stück sehr lebendig.

Sommerferien und kein Urlaub? Was soll’s!

Am Freitag, 7. August, gibt es die Open-Air-Premiere von Mary Shelleys „Frankenstein“ um 21 Uhr am Kaiser-Wilhelm-Turm zu erleben. Daniel Sempf hat das Stück mit seinem Hörtheatrale-Team schon Mitte März vorbereitet. Nun endlich kommt es zur Aufführung.

Victor Frankenstein (Daniel Sempf) erweckt in einer regnerischen Novembernacht eine schauerliche Kreatur (Michael Köckritz) zum Leben. Und verwandelt damit ein Experiment, das aus Liebe zur Wissenschaft begann, zur schrecklichen Realität. Denn das Geschöpf beginnt zu töten. Die zweite Aufführung gibt es am Samstag, 8. August, ab 21 Uhr.

Und für die ganze Familie spielt die Hörtheatrale am 8. August ab 16 Uhr das Banden-Stück „Die Heuhaufen-Halunken“ nach dem Bestseller-Kinderbuch des Marburger Autors Sven Gerhardt, in dem es um einen großen Ferien-Rettungsplan geht. Die Sommerferien sind da, aber leider ist kein Urlaub in Sicht. Doch Maggy (Victoria Schmidt) hat als Anführerin natürlich einen Halunken-Plan.

Termine und Tickets

Alle Termine auf einen Blick:

30. Juli, 21 bis 23 Uhr: Dracula nach Bram Stoker;

1. August, 21 bis 23 Uhr: Die Mausefalle, von Agatha Christie;

7. August, 21 bis 23 Uhr: Frankenstein, nach Mary Shelley (Open-Air-Premiere);

8. August, 16 bis 17 Uhr: Die Heuhaufen-Halunken (ab 6 Jahre), nach Sven Gerhardt;

8. August, 21 bis 23 Uhr: Frankenstein, nach Mary Shelley.

Kosten:

ab 18 Euro (ermäßigt 13 Euro).

Kartenvorverkauf:

Tickets und weitere Informationen zum Spielplan sind über die Website www.diehoertheatrale.de und bei der Tourismusinformation im Erwin-Piscator-Haus, Biegenstraße 15, erhältlich.

Von unseren Redakteuren