Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg „Alles bleibt anders“ in Gießen
Marburg „Alles bleibt anders“ in Gießen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 12.06.2021
Der Tanzabend „Our Play Is“ von Susanna Curtis wird in der kommenden Spielzeit am Stadttheater Gießen zu sehen sein.
Der Tanzabend „Our Play Is“ von Susanna Curtis wird in der kommenden Spielzeit am Stadttheater Gießen zu sehen sein. Quelle: Rolf K. Wegst
Anzeige
Gießen

Seit 2002 leitet Cathérine Miville das Stadttheater Gießen. Als sie dort begann, war sie eine von ganz wenigen Intendantinnen an deutschen Theatern. 19 Jahre, das nennt man: eine Ära. Die klingt in der kommenden Spielzeit aus, die unter dem Motto „Alles bleibt anders“ steht.

Das Stadttheater Gießen hat auch im Marburger Raum viele Fans, insbesondere die Sparte Musiktheater, die es in Marburg nicht gibt. Mit „größter Lust und hochmotiviert“ haben Miville und ihr Team einen „vollwertigen Spielplan“ entwickelt, „der voller Enthusiasmus in die Zukunft blickt“, teilte das Theater mit.

Als Besonderheit steht eine große spartenübergreifende Produktion auf dem Spielplan: „Metamorphosen“ soll – frei nach dem antiken römischen Dichter Ovid – „alle Kräfte des Mehrspartenhauses als virulentes Theaterlabor bündeln, wenn sich Musiktheater, Schauspiel und Tanz gemeinsam dem schier unerschöpflichen antiken Mythenkosmos annehmen und auf gesellschaftliche Wandlungsprozesse der Gegenwart beziehen“.

Themen nachgehen, die hochaktuell geblieben sind

Das Musiktheater will mit Produktionen aus verschiedenen Epochen Themen nachgehen, die hochaktuell geblieben sind und sich immer wieder aktualisieren: Um Vergewaltigung geht es in Benjamin Brittens „The Rape of Lucretia“. Mit dieser Oper startet das Stadttheater Gießen am 4. September in die Spielzeit 2021/22. Um Konflikte zwischen Glaubensgemeinschaften geht es in Vincenzo Bellinis tragischer Oper „Zaira“, um eine homosexuelle Cowboy-Liebe in Charles Wuorinens Oper „Brokeback Mountain“. Die sogenannte leichte Muse steht mit dem Johann-Strauß-Operettenklassiker „Die Fledermaus“ auf dem Programm. Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ wird konzertant aufgeführt. Insgesamt sind im Musiktheater neun Premieren geplant.

Das Schauspiel startet am 11. September mit der Uraufführung von „Gold“ von Philipp Gärtner in die Spielzeit. Das Stück erzähle „mit märchenhaften Zügen vom Niedergang des Spätkapitalismus“. 15 Premieren plant die Schauspielsparte, darunter sind Monthy Pythons urkomische Artuslegenden-Version „Spamalot“ und Bulgakows „Das hündische Herz“. Außerdem gibt es Heinrich von Kleists „Der zerbrochene Krug“ und als Uraufführung das Lustspiel „Falstaff“ von Andreas Marber.

Das Tanztheater eröffnet seine Spielzeit mit Tarek Assams Choreografie „Elektra“ am 25. September. Geplant sind in dieser Sparte fünf Uraufführungen sowie die Wiederaufnahme des Tanzabends „Carmen“. Das Kindertheater plant vier neue Produktionen, darunter ist das Familienstück zur Weihnachtszeit „Zwei Tauben für Aschenputtel“ nach Motiven der Brüder Grimm.

Haydns „Schöpfung“ und Händels „Messias“ sind die beiden Großprojekte des Philharmonischen Orchesters und des Gießener Opernchores, der dabei vom Gießener Konzertverein sowie der Wetzlarer und Frankfurter Singakademie unterstützt wird.

Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Florian Ludwig sowie Gastdirigenten stehen zudem neun Sinfoniekonzerte auf dem Programm. Zu Gastspielen werden darüber hinaus das hr-Sinfonieorchester und die hr-Bigband erwartet.

Das komplette Spielzeitheft

ist als digitale Version auf der Homepage des Stadttheaters einsehbar: www.stadttheater-giessen.de

Von Uwe Badouin

Marburg Lockern leicht gemacht - Ein Bewegungspark für Studierende
12.06.2021
Marburg Marburg spricht - Jetzt spreche ich!
12.06.2021