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Marburg Thomas Riedel tritt bei Landratswahl für die FDP an
Marburg Thomas Riedel tritt bei Landratswahl für die FDP an
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18:00 01.03.2022
Thomas Riedel tritt für die FDP an.
Thomas Riedel tritt für die FDP an. Quelle: Götz Schaub
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Marburg

Die Liberalen Marburg-Biedenkopf haben während einer Mitgliederversammlung am Montagabend (28.Februar) Thomas Riedel als Landratskandidaten nominiert. Von 24 Stimmberechtigten erhielt er 21-mal Zustimmung, zwei Neinstimmen und eine Enthaltung. Für Riedel ist es die zweite Kandidatur. „Dass zwischen den Kandidaturen nur zwei Jahre liegen, hätten wir natürlich nicht gedacht“, sagte Riedel in seiner Bewerbungsrede und versäumte es nicht, der verstorbenen Landrätin Kirsten Fründt Respekt zu zollen. „Kirsten Fründt und ich standen inhaltlich nicht immer auf derselben Seite, aber keiner kann ihr absprechen, dass sie eine sehr ehrliche und kompetente Frau war. Ihr Tod hat mich zutiefst bestürzt.“

Nun bleibe leider nur wenig Zeit, in den Wahlkampf-Modus zu schalten. Als Liberaler müsse man aber der Wählerschaft schon ein Angebot machen, zumal es sich doch von SPD und CDU unterscheidet. Insbesondere das Schlagwort Bürgerbeteiligung müsse mit Leben gefüllt werden.

Stärkung der ländlichen Struktur

Die Bedürfnisse der Menschen müssten frei von einem Parteibuch bedient werden. Er stehe dafür ein, die Abläufe in der Verwaltung immer zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger zu optimieren. Er wolle sich auch dafür einsetzen, dass mehr und intensiver in die Bildung der Schülerinnen und Schüler investiert wird. Die Digitalisierung an den Schulen müsse weiter Fahrt aufnehmen.

Zur Stärkung der ländlichen Struktur müssen Ideen für eine gute Mobilität entwickelt und umgesetzt werden. Die Ohmtalbahn in allen Ehren, das „Lieblingsprojekt“ des Ersten Kreisbeigeordneten und Mitbewerbers Marian Zachow, könne nicht wirklich eine moderne Antwort dazu sein. Busse könnten weitaus flexibler eingesetzt werden, zumal wenn sie in der Zukunft mit Wasserstoff fahren.

Riedel ist 57 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern und seit fünf Jahren Mitglied der Freien Demokraten. Er wohnt in Michelbach und gibt die FDP von jeher als „seine Partei“ aus. Er ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Kreistag und bringt mehrjährige berufliche Erfahrung in der internationalen Wirtschaft sowie Kenntnisse im öffentlichen Dienst aus seiner Zeit als Bundesbeamter mit: „Ich kenne beide Welten, ihre Schnittmengen wie auch ihre Eigenarten.

Für die Zukunft meiner eigenen und aller Kinder im Landkreis wünsche ich mir nachhaltige Lösungen und Innovationen.“ Dabei schloss er aber eine als nicht wirklich durchdacht aus: Windkraftanlagen in Wäldern etablieren zu wollen. Den Klimaschutz gegen den Naturschutz auszuspielen, könne kein Ziel sein. Ein weiterer Punkt, für den er kämpfen möchte, ist eine gute und flächendeckende ärztliche Versorgung im Landkreis, um insbesondere älteren Menschen kurze Wege zum Arzt zu ermöglichen.

Glückwünsche von Landtagsabgeordneter Deißler

Aus aktuellem Anlass kritisierten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung die Aggressionen Russlands in der Ukraine scharf. Riedel brachte mit dem Kreisvorsitzenden Werner Böhm, der Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Lisa Deißler sowie weiteren Mitgliedern des Kreisvorstandes hierzu einen Antrag ein. Inhaltlich fordern sie den Kreistag dazu auf, mit finanziellen Mitteln die Menschen vor Ort zu unterstützen. Der Antrag wurde mit breiter Zustimmung angenommen.

Glückwünsche für seine Nominierung bekam Riedel von der Marburger Landtagsabgeordneten Lisa Deißler: „Ich freue mich, dass mit Thomas Riedel ein Kandidat mit Weitsicht, einer einzigartigen Vita und Erfahrung in der Kreispolitik gefunden wurde.“ Darüber hinaus resümiert Deißler über Riedel: „Er ist eine sehr gute Wahl. Ich werde ihn mit aller Tatkraft im Wahlkampf unterstützen.“

Von Götz Schaub

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