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Marburg Linke schicken Anna Hofmann ins Rennen
Marburg Linke schicken Anna Hofmann ins Rennen
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13:00 27.02.2022
Anna Hofmann (Die Linke) ist die vierte offizielle Kandidatin für die Landratswahl am 15. Mai.
Anna Hofmann (Die Linke) ist die vierte offizielle Kandidatin für die Landratswahl am 15. Mai. Quelle: privatfoto
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Marburg

Die Linke Marburg-Biedenkopf schickt für die Landratswahl am 15. Mai die Vorsitzende der Linken Kreistagsfraktion, Anna Hofmann, ins Rennen. Die 40-Jährige wäre die vierte bisher bekannte Kandidatin: Die SPD hatte bereits offiziell Jens Womelsdorf nominiert, die CDU wird sich auf der Mitgliederversammlung am Samstag voraussichtlich für Marian Zachow entscheiden, während sich die Grünen am Dienstag versammeln und wohl Carola Carius nominieren.

Zustimmung von über 90 Prozent

Die außerplanmäßige Landratswahl wurde notwendig und beschlossen, nachdem Landrätin Kristen Fründt (SPD) am 19. Januar an den Folgen ihrer Krebserkrankung gestorben war.

Die Linke Marburg-Biedenkopf hatte Hofmann während ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag mit einer Zustimmung von über 90 Prozent nominiert, schreibt die Partei in einer Pressemitteilung. Mit Anna Hofmann hätte die Linke „eine starke Kandidatin, die bereits bei vorherigen Wahlen gute Ergebnisse erzielen konnte“, stellt Kreisverbandsvorsitzender Maximilian Peter fest. Hofmann zeichne sich durch ihre langjährige Erfahrung in der Kreispolitik aus und würde mit ihrer Arbeit „immer wieder unter Beweis stellen, dass die Interessen der Menschen im Landkreis für sie an vorderster Stelle stehen“.

Die 40-Jährige ist Politikwissenschaftlerin, stammt aus Wetter und stehe für eine kompromisslose Klimapolitik, spricht sich gegen Sanktionen des Arbeitsamtes aus und wolle geflüchteten Menschen im Landkreis, die häufig nicht wählen dürfen, eine Stimme geben. Hofmann selber sagt, sie freue sich über das starke Votum und sie motiviere jetzt am meisten die Möglichkeit, gemeinsam mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung daran zu wirken, „das Beste für den Kreis und unser gemeinsames Zuhause zu erarbeiten“. Ihr gehe es vor allem auch darum, „die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern“. Nicht nur den wachsenden Differenzen zwischen Land und Stadt gehöre entgegengewirkt, auch bezüglich des Alltags der Menschen sieht sie noch „viel Nachholbedarf von Seiten der Politik“. Darunter bei Themen wie einer Verbesserung der medizinischen Grundversorgung auf dem Land.

Ebenso sei für sie der Klimaschutz ein wichtiges Thema, mit ihr hätte es „keine klimapolitische Fehlentscheidungen wie den Ausbau der A49“ gegeben, betont sie. In früheren Wahlkämpfen wie im Kreistag hatte sich Hoffmann unter anderem auch die Teilhabe und den Bereich Sozialwohnungen auf die Fahnen geschrieben, sich etwa für eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft eingesetzt.

Von Ina Tannert