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Marburg Ab Montag ergänzendes Betreuungsangebot
Marburg Ab Montag ergänzendes Betreuungsangebot
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19:51 07.06.2020
Themenfoto:  Zwei Schüler arbeiten an einer Grundschule an einem Laptop. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf bietet ab Montag ein ergänzendes Betreuungsangebot für Grundschüler an.  Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Marburg

Das für die Eltern kostenlose Angebot gilt bis zum Beginn der Sommerferien. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze ist begrenzt. Somit hat ein Kind, das beispielsweise montags und dienstags Präsenzunterricht in der Schule hat, die Möglichkeit, an diesen Tagen an dem Betreuungsangebot teilzunehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kind derzeit bereits im Betreuungsangebot angemeldet ist oder nicht. Die Zuordnung für das Betreuungsangebot wird ausschließlich über die Anwesenheit an den Präsenztagen in der Schule geregelt. Das Angebot wird an allen Grundschulstandorten mit einer vom Landkreis Marburg-Biedenkopf organisierten Betreuung angeboten, an denen dies räumlich und personell möglich ist.

Steigende Infektionszahlen mit dem Coronavirus hatten dazu geführt, dass in Hessen ab dem 16. März die Schulpflicht ausgesetzt wurde. „Dies hatte zur Folge, dass wir das bei den Kindern und Eltern geschätzte Betreuungsangebot im Regelbetrieb schließen mussten“, erklärt Landrätin Kirsten Fründt. Für Kinder, deren Elternteile in einem systemrelevanten Beruf beschäftigt sind, wurde weiterhin eine Notbetreuung zur regulären Unterrichtszeit angeboten. Diese Ausnahmegenehmigung wurde laufend den aktuellen Vorschriften angepasst und auf andere Berufs- und Funktionsgruppen erweitert.
Herausforderung für die Betreuungskräfte

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Herausforderung für die Betreuungskräfte

Das Betreuungsangebot des Landkreises an den Grundschulen sei ein wichtiger Baustein bei der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und unterstütze die Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sind sich Landrätin Fründt und Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, einig. „Für die Betreuungskräfte im Betreuungsangebot war und ist diese Zeit eine Herausforderung. Neue Wege der Kommunikation, vom Analogen zum Digitalen mussten erprobt und verinnerlicht werden, bestehende Ablaufprozesse des Betreuungsalltages wurden grundlegend verändert“, so Pöppler.
Fragen zum warmen Mittagstisch, den Hygienevorschriften und einer schrittweisen Öffnung der Schule seien geklärt und im Betreuungsangebot umgesetzt worden. Da in der Notbetreuung mit den oftmals nur vereinzelt anwesenden Kindern keine Gruppenangebote erfolgen, wurden auch zahlreiche neue Aktivitäten entwickelt. An der Mittelpunktschule Wohratal ließen sich Kinder und Betreuungskräfte etwas ganz Besonderes einfallen: Ein genähtes „Sorgenfresserchen“ für die Landrätin.

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