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Marburg Jetzt wird zentral getestet
Marburg Jetzt wird zentral getestet
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18:00 08.03.2020
Ärztlicher Bereitschaftsdienst am UKGM Marburg. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Hessisches Sozialministerium, Kassenärztliche Vereinigung und Krankenhausgesellschaft gehen beim Test von Corona-Verdachtsfällen nun doch einen anderen, gemeinsamen Weg. Ab Montag entstehen erste zentrale Untersuchungsstellen, ab nächsten Dienstag sollen sie flächendeckend eingerichtet sein. Das werden allerdings keine Einrichtungen, die Patienten spontan und nach Belieben werden aufsuchen können. Patienten sollen durch ihren Hausarzt, das Gesundheitsamt oder nach einer telefonischen Einschätzung durch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst dorthin geschickt werden. Die Untersuchungsstellen werden feste Öffnungszeiten haben.

Zentrale Untersuchungsstelle im Landkreis

Auch im Landkreis werde es so eine zentrale Untersuchungsstelle geben, erklärte Kreissprecher Stephan Schienbein am Freitagnachmittag auf Anfrage der OP. Die Details stimmten die Beteiligten derzeit miteinander ab. Federführend für die neue Einrichtung werde die Kassenärztliche Vereinigung sein. Wo genau die zentrale Untersuchungsstelle eingerichtet wird, war am Freitag noch nicht bekannt. Am Montag dürfte es neue Informationen geben. Das Sozialministerium sprach in seiner Mitteilung von „ausgewählten ärztlichen Bereitschaftsdienstzentralen“. Die des Landkreises befindet sich am Uniklinikum Marburg. Vorrangiges Ziel ist laut Sozialminister Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen) die Entlastung der Hausärzte. Denen hatten die Verantwortlichen in Hessen bisher die zentrale Verantwortung für Corona-Tests zugewiesen. Noch Anfang der Woche hatte die Kassenärztliche Vereinigung zentrale Teststellen im Landkreis Marburg-Biedenkopf etwa für nicht notwendig erachtet (die OP berichtete). Die Ärztegenossenschaft PriMa hatte sie ausdrücklich angeregt, auch um Ressourcen bei der äußerst knappen Schutzausrüstung zu schonen. Es sei wichtig, die Arztpraxen so weit wie möglich von Tests zu entlasten, heißt es in der Presseerklärung vom Freitag von Seiten der Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung.

Von Michael Rinde

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