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Marburg Eine Schule, ein Konzept, ein Gelände
Marburg Eine Schule, ein Konzept, ein Gelände
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21:30 12.09.2019
Noch hat die Sophie-von-Brabant-Schule zwei Standorte – einen in Ockershausen, einen in der Uferstraße. Quelle: Björn Wisker
Marburg

„Wir merken­ seit geraumer Zeit, dass wir durch die Tradition unserer Schule Zuspruch durch steigende Anmeldezahlen erfahren“, sagt Hesse. Seit zweieinhalb Jahren sei die Schule im Gespräch mit der Stadt, denn die Verantwortlichen wissen: „Das, was wir pädagogisch tun, ließe sich an einem Standort leichter machen.“ Vonseiten der Stadt kam dann das Zeichen, diesem Wunsch möglicherweise nachkommen zu können. „Wir sind zwar sehr zufrieden mit dem Standort Uferstraße. Eine große Zahl der Kollegen und auch ich trauern ihm hinterher.“Es gebe aber Kommunikationsschwierigkeiten, indem Leute unterwegs sind. Aus der vierköpfigen Schulleitung etwa­ müsse immer jemand ansprechbar sein, „die Kollegen sind zwischen den Standorten immer auf Achse.“

Klassenräume sind viel zu klein

Zum pädagogischen Konzept, welches auch inklusiv funktioniere, erklärte er das Konzept der „Lerninseln“: Klassenräume seien in der Willy-Mock-Straße umfunktioniert zu „Differenzierungsräumen“, in denen Lernstoff vertieft, wiederholt und mit besonderem Fokus bearbeitet werden könne. „Mit einem Umzug könnten wir nicht so arbeiten wie bisher.“ Deshalb ginge es im Gespräch mit der Stadt aktuell darum, zu überlegen: Wie könnte man das, wenn es denn zum Umzug käme, kompensieren in der Willy-Mock-Straße? Da müsse nämlich an- oder umgebaut werden, „das würde Geld kosten“.

Dies sei gerade der Fokus, zu schauen, wie man das hinkriegen könnte. Zwar sei man in der Uferstraße nicht so viele, wie das Gebäude fassen könnte. „Aber die Klassenräume sind viel zu klein, das Gebäude ist denkmalgeschützt.“ Mit diesen Gegebenheiten könnte man das pädagogische Konzept der Schule so nicht umsetzen.

Die Fusion vor einigen Jahren sei laut Hesse „eine anstrengende Zeit“ gewesen. „Wir wünschen uns, wieder dichter zusammenzuarbeiten“, so sprach er für das 60-köpfige Kollegium und die zusätzlichen 20 Verantwortlichen. „Bei den Plänen denken wir in einem Zeitraum von den nächsten fünf bis sieben Jahren.“ Es brauche dabei „keinen schnellen, aber einen wohlüberlegten Umzug“.

von Beatrix Achinger