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Marburg Krimifestival startet mit „frischem Blut“
Marburg Krimifestival startet mit „frischem Blut“
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13:58 10.09.2021
Krimi-Bestsellerautor Friedrich Ani ist der Schirmherr des Marburger Krimifestivals. Auch er kommt nach Marburg: Am 24. September stellt er seinen neuen Roman „Letzte Ehre“ vor.
Krimi-Bestsellerautor Friedrich Ani ist der Schirmherr des Marburger Krimifestivals. Auch er kommt nach Marburg: Am 24. September stellt er seinen neuen Roman „Letzte Ehre“ vor. Quelle: Heike Steiweg
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Marburg

Am Samstag (11. September) beginnt das Marburger Krimifestival 2021 mit „frischem Blut“ im Cineplex: Ab 17 Uhr stellen dort die Autorin und Filmemacherin Gesa Knolle, der deutsch-französische Journalist Eric Sander und der Nürnberger Autor Thomas Breitung ihre Debütromane vor. Das Motto „frisches Blut“ ist doppeldeutig, denn in den Thrillern und Krimis fließt natürlich jede Menge Blut. Und „frisches Blut“ auf dem Buchmarkt sind auch die Autorin Gesa Knolle und die Autoren Eric Sander und Thomas Breitung.

Mariella Terzo, die Organisatorin des Krimifestivals, startet bewusst mit dieser Lesung noch weitgehend unbekannter Autorinnen und Autoren: „Neuerscheinungen von Debütanten sind wegen der Corona-Krise oft hinten runtergefallen. Ich möchte mit dieser Lesung auf die Talente aufmerksam machen und das Marburger Publikum animieren: Gebt ihnen eine Chance.“ Moderiert wird die Auftaktlesung im Cineplex von dem Schriftsteller Mario Giordano, der mit seinen „Tante Poldi“-Romanen regelmäßig auf den Bestsellerlisten auftaucht. Zudem schreibt er Drehbücher, unter anderem für die „Tatort“-Reihe. Neben den Kurzlesungen sind Gespräche mit den drei Autorinnen und Autoren über das Schreiben, über ihre Bücher und über die aktuelle Lage auf dem Buchmarkt geplant.

Ein attraktives Programm

Trotz aller Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie hat Mariella Terzo gemeinsam mit Sascha Müller und dem Verein Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen sowie weiteren Partnern ein sehr attraktives Programm zusammengestellt. Marburg und der Landkreis werde im September „wieder zum literarischen Mittelpunkt von Mord und Totschlag“. Und nach wie vor sind Thriller und Krimis eines der beliebtesten Literatur-Genres in Deutschland. Längst geht es vielen Autorinnen und Autoren nicht mehr um klassische „Wer war’s“-Krimis – im Gegenteil: Sie nutzen das Genre, um gesellschaftlich relevante Themen zu behandeln.

Schirmherr ist von Beginn an der Bestsellerautor Friedrich Ani – „unser Ehrengast und guter Freund“, so Mariella Terzo. Auch Ani kommt mit einem neuen Roman nach Marburg: „Letzte Ehre“ heißt sein neuer Krimi, den er am 24. September ab 20 Uhr im Technologie- und Tagungszentrum (TTZ, Frankfurter Straße) vorstellen wird.

Frühling und Gercke im Landkreis

Das Programm des Krimifestivals bietet elf Veranstaltungen in Marburg, Michelbach, Stadtallendorf und Kirchhain. Die OP gibt einen Überblick über die weiteren Lesungen: Doris Gercke ist am Dienstag, 14. September, um 20 Uhr zu Gast im TTZ. Sie stellt dort ihren aktuellen Krimi „Die Nacht ist vorgedrungen“ vor. Das Besondere: Der Eintritt ist frei – es wird um eine Spende für das Frauenhaus Marburg gebeten.

Am Mittwoch, 15. September, liest der hr-Moderator und Autor Tim Frühling ab 20 Uhr in der Stadthalle Stadtallendorf. In „Totgegrillt“ endet die Grillparty eines Bauunternehmers in einer Katastrophe – zwei Gäste überleben den Abend nicht. Der Eintritt kostet 8 Euro.

Eintritt wird gespendet

Am Donnerstag, 16. August, stellt Wolfgang Schorlau ab 20 Uhr im Tagungszentrum des Landkreises Marburg-Biedenkopf einen weiteren Roman seiner Erfolgsreihe „Dengler ermittelt“ vor. In „Kreuzberg Blues“, dem zehnten Fall seines ungewöhnlichen Ermittlers, geht es um Wohnungsnot und das Recht auf Wohnen. Der Eintritt kostet 5 Euro – er kommt komplett den Hochwasseropfern zugute.

Auch Frank Goldammer ist ein Krimi-Bestsellerautor. Er ist mit seinem neuen Roman „Feind des Volkes“ am Mittwoch, 22. September, ab 20 Uhr zu Gast in der Stadtbücherei Marburg. Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren. Er ist gelernter Maler und Lackierer, schreibt seit seinem 20. Lebensjahr – mit großem Erfolg. „Feind des Volkes“ heißt sein neuer Roman – er spielt 1961 in Dresden. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Ein Eifel-Krimi

Am Donnerstag, 23. September, kommt Anna Schneider mit „Grenzfall – Der Tod in ihren Augen“ in die Stadtkirche Kirchhain. Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr. Es ist die erste Veranstaltung des Krimifestivals in der Stadtkirche. Das deutsch-österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer ermittelt in den Alpen in einem grausamen Mordfall. Der Eintritt kostet 8 Euro.

„Ein Grab für zwei“ von Ralf Kramp steht am Samstag, 25. September, ab 20 Uhr in der Kulturscheune Michelbach auf dem Programm. Es ist ein Eifel-Krimi. Dort in der Eifel müsse man nur tief genug graben, dann stoße man auf Kriminalfälle, meint sein Verlag: Es geht um eine uralte Tankstelle an einer Straße, die ins Nichts führt. Rost-Horst, der Tankstellenpächter, liegt im Krankenhaus, und ausgerechnet Herbie Feldmann soll für ein paar Tage den Laden schmeißen. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Historischer Mord in Marburg

Christina Bacher kehrt nach Marburg zurück – natürlich mit „Hinkels Mord“, ihrem Roman über einen historischen Mord in Marburg. Die Lesung ist am Sonntag, 26. September, ab 20 Uhr im Cineplex. Christina Bacher bringt zu ihrer Lesung ganz viel historisches Bildmaterial über den Mord am Dammelsberg vor 150 Jahren mit, den sie mit einer fiktiven Erzählung aus der Gegenwart gemixt hat. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

An Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren richtet sich die Lesung von Dirk Reinhardt am Dienstag, 28. September, ab 17 Uhr im TTZ. In „Perfect Storm“ gehen sechs Jugendliche gegen skrupellose Konzerne vor. Der Eintritt ist frei.

Ende am 29. September

Das Krimifestival 2021 endet am Mittwoch, 29. September, mit einer Lesung von Sven Stricker um 20 Uhr im Marburger TTZ. Im Mittelpunkt steht Kommissar Sörensen, dem der deutsche Filmstar Bjarne Mädel in dem tollen Film „Sörensen hat Angst“ auf dem Bildschirm Gestalt verliehen hat. Es ist der dritte Fall des ungewöhnlichen Ermittlers, der sich nun ganz in das nordfriesische Katenbüll zurückgezogen hat. Doch Ruhe findet er dort nicht. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Von Uwe Badouin

10.09.2021
10.09.2021
09.09.2021