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Marburg Kreisjob-Center-Gebäude bald frei?
Marburg Kreisjob-Center-Gebäude bald frei?
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20:52 21.04.2010
Noch ist das Kreisjob-Center nicht ausgezogen, da wird in Marburg bereits über die künftige Nutzung des großen Gebäudes diskutiert, das der Stadt gehört.
Noch ist das Kreisjob-Center nicht ausgezogen, da wird in Marburg bereits über die künftige Nutzung des großen Gebäudes diskutiert, das der Stadt gehört. Quelle: Uwe Badouin
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Marburg. Seit Ende 2004 ist das KJC in der Uferstraße untergebracht. Das ehemalige Gebäude der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Mittelhessen (EAM) gehört der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GeWoBau. Obwohl der Umzug des KJC noch nicht offiziell beschlossen ist, beginnt in Marburg bereits die Diskussion über die Zukunft des Hauses. Dietmar Göttling, der Chef der grünen Stadtverordnetenfraktion, fordert, das Gebäude für studentisches Wohnen zu reservieren. Denkbar sei auch die Unterbringung besonderer studentischer Wohnformen wie etwa des Collegium Gentium.

Wichtig sei den Grünen, der soziale Charakter: „Es kann nicht nur Wohnraum für gut betuchte Studenten geben“, meinte Göttling. Bei Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) trifft er mit dieser Forderung auf offene Ohren. „Ich habe offiziell noch nichts von den Plänen des Kreises mit dem KJC gehört. Wir würden das Haus gern weiter an den Kreis vermieten.“ Bis Mai müsste der Kreis mitteilen, ob er das Gebäude in der Uferstraße weiter für das KJC nutzen will. Sollte der Kreis sich dagegen aussprechen, wäre dies bedauerlich.

Letzteres scheint allerdings beschlossene Sache: Der Kreis will das KJC in die Raiffeisenstraße in das Gebäude verlagern, in dem die kassenärztliche Vereinigung untergebracht war. 3,25 Millionen Euro sind für den Ankauf eingeplant. „Der Mietvertrag mit der Stadt ist bis Ende 2010 befristet, auch weil das KJC als Modellversuch ursprünglich nur bis Ende 2010 Bestand hatte. Jetzt aber wird es eine dauerhafte Einrichtung“, sagte der Pressesprecher des Kreises, Dr. Markus Morr. Am 7. Mai beschließe der Kreistag über die Umzugspläne.

von Uwe Badouin

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