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Marburg Kreis soll Flüchtlingshelfer unterstützen
Marburg Kreis soll Flüchtlingshelfer unterstützen
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16:00 23.03.2022
Die Kreistagssitzung Ende Februar. Am 1. April kommt der Kreistag zu seiner nächsten Sitzung zusammen und hält weiter an den Corona-Regelungen fest
Die Kreistagssitzung Ende Februar. Am 1. April kommt der Kreistag zu seiner nächsten Sitzung zusammen und hält weiter an den Corona-Regelungen fest Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Seit Beginn des Ukrainekriegs erreichen geflüchtete Menschen Deutschland und auch den Landkreis und kommen entweder bei Familien, privaten Helfern, Organisationen oder seit etwa einer Woche auch in den drei Notunterkünften im Kreis unter.

Diesen soll nun offiziell vom Kreistag weitere Unterstützung zugesichert werden, das thematisieren SPD und CDU in einem gemeinsamen Antrag für die nächste Sitzung am 1. April, mit dem die Koalition zugleich ein Zeichen der Solidarität und ihre Verurteilung des russischen Angriffskriegs ausdrückt.

Einerseits erkennen die Fraktionen auch die bisherige, seit Jahren laufende Flüchtlingsarbeit im Kreis lobend an und bedanken sich bei zahlreichen Freiwilligen, Organisationen und Helfern. Andererseits sichern sie im Antrag den Kommunen weiter Unterstützung bei der Betreuung von Geflüchteten, gerade aus der Ukraine, zu: Sie stellen klar, dass der Kreis vor allem in den Bereichen Wohnen, Gesundheit und Bildung „alle notwendigen Ressourcen im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine menschenwürdige Versorgung“ zur Verfügung stellt und auch die gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen gewährleistet.

Zu der zugesicherten Unterstützung zählt auch die Betreuung von Kindern aus der Ukraine zu sichern, außerdem eine psychosoziale Betreuung der Geflüchteten zu ermöglichen. Das gelte nicht nur für die untergebrachten Menschen in den Notunterkünften, sondern auch für Geflüchtete, die bei Verwandten oder Organisationen wohnen, wo es bereits eng werde: „Gerade bei den privat untergebrachten Schutzsuchenden aus der Ukraine leben aktuell viele Menschen auf engem Raum, eine Entlastung ist notwendig – für die Erwachsenen wie für die Kinder“, heißt es in der Begründung.

3G-Regel im Kreistag bleibt bestehen

Darüber hinaus wird auch diese Sitzung des Kreistags, was die Corona-Regelungen angeht, fast genauso wie bisher ablaufen. Das Gremium bleibt vorerst beim gewohnten Schutz- und Hygienekonzept. Das stand indes auch schon fest, bevor das Land Hessen eine Verlängerung der bisherigen Corona-Regeln bis zum 2. April festlegte.

Bereits zuvor hatte Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht und entschieden, dass im Kreistag zumindest für diese Sitzung weiter Maskenpflicht, 3G-Regel, Abstandregelung oder Verzicht aufs Händeschütteln gilt. Darüber wurde sich mit dem Ältestenrat abgestimmt. Nur die Maskenpflicht am Rednerpult wird aufgehoben, darüber hinaus muss weiterhin eine medizinische Maske auch am Platz getragen werden. Auch Besucher müssen sich darauf einstellen.

Nächste Sitzung

Die Sitzung des Kreistags findet am 1. April ab 11 Uhr im großen Saal der Stadthalle in Stadtallendorf statt.

Von Ina Tannert

23.03.2022
23.03.2022