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Marburg Klinik Sonnenblick ist eine der Besten
Marburg Klinik Sonnenblick ist eine der Besten
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15:59 27.05.2020
Jane Bondad-Wachsmuth ist Patientin in der Klinik Sonnenblick und ist bei Physiotherapeutin Lena Hahlgans (rechts) in Behandlung. Quelle: Foto: Katja Peters
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Marburg

Das Motto „Morgens Fango, abends Tango“ ist im Bereich Rehakliniken längst vorbei. Es geht vielmehr darum Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, die Rückkehr in einen Alltag zu forcieren, wieder arbeiten gehen zu können und die Akzeptanz der Erkrankung zu erleichtern.

Das alles versucht auch die Klinik Sonnenblick in Marburg und das mit großem Erfolg. In den vergangenen Jahren ist die Zufriedenheit der Patienten stetig gewachsen, im Moment liegt sie im Bereich Onkologie bei 98,6 Prozent, berichtet Verwaltungsleiter Andreas Schobner. „99 Prozent würden wiederkommen“, ergänzt er noch, für den diese Zahlen das Ergebnis einer konsequenten Qualitätssicherung im medizinischen Bereich sind, für das vor allem das sehr gut ausgebildete und geschulte Personal verantwortlich ist.

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Das bestätigt auch die bundesweit angelegte Auswertung von 835 380 Reha-Entlassungsberichten aller Kliniken der Deutschen Rentenversicherung. Dabei wurden die angewendeten Therapien bei den Patienten untersucht. „Zu wenig ist schlecht, zu viel aber auch“, weiß Klinikleiter Dr. Ulf Seifart. „Das richtige Verhältnis von Dauer und Menge ist entscheidend“, ergänzt er und erklärt, dass ein 18-jähriger Patient anders behandelt werden muss, als ein 80-Jähriger. „Die Bedürfnisse sind völlig unterschiedlich und darauf baut sich unser Therapieplan auf.“ Mit hinein spiele auch das Umfeld und deren Einfluss auf die Gesundung. Ulf Seifart gibt ein Beispiel: „Nach einer Hüft-OP kann es entscheidend für die Rehabilitation sein, ob der Patient zu ebener Erde wohnt oder jeden Tag mehrere Treppenstufen laufen muss. Das müssen wir bei den Therapien und Hilfestellungen mit berücksichtigen.“

Der Therapieplan werde zusammen mit allen Abteilungen im Haus erstellt. Dabei haben die behandelnden Ärzte therapeutische Freiheit und arbeiten eng unter anderen mit den Physio-, Ergo- und Psychotherapeuten zusammen. In regelmäßigen Gesprächen wird der Plan immer wieder hinterfragt und gegebenenfalls angepasst.

Das und auch die Gespräche mit den Abreisenden sind ein Grund für die gute Qualitätssicherung, die nun auch von der Deutschen Rentenversicherung Bund bestätigt wurde. Im Bereich Onkologie belegt die Klinik bundesweit Platz 9 von 80 Kliniken, im Bereich Orthopädie rangiert sie unter den ersten 20 von mehr als 200 Kliniken in Deutschland. Bei den Reha-Therapiestandards im Bereich Brustkrebs gehört die Marburger Klinik zu den vier besten im Bundesgebiet. „Dieses Ergebnis ist für uns deshalb so erfreulich, weil es auf objektiven Daten und nicht auf subjektiven Fragebögen basiert“, sagt Ulf Seifart und betont: „Die ausgewerteten Entlassungsberichte sind transparent und jederzeit belegbar. Man hat also keine Chance, Daten zu verfälschen.“

Ausruhen will sich die Klinikleitung allerdings nicht auf den sehr guten Ergebnissen. „Die anderen Kliniken schlafen nicht. Wir müssen wach und aufmerksam bleiben und weiter an den Rahmenbedingungen arbeiten“, blickt An-dreas Schobner dennoch positiv in die Zukunft.

Von Katja Peters

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