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Marburg Kein Wechselmodell in den Schulen
Marburg Kein Wechselmodell in den Schulen
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11:58 13.11.2020
Ein Schüler meldet sich im Unterricht. Quelle: Gregor Fischer/dpa
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Marburg

Sowohl der hessische Kultusminister Andreas Lorz (CDU), als auch Schulamtsleiter Burkhard Schuldt sind gegen das Wechselmodell. Vor allem, weil als einziges Argument der Inzidenzwert angegeben wird.

„Das ist nicht ausreichend“, sagt Schuldt und auch Lorz betonte im Landtag in Wiesbaden, er wolle einen landesweiten Wechselunterricht zwischen Präsenz in den Klassen und Lernen von zu Hause aus verhindern, solange es gehe.

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Monika Kruse, Vorsitzende des Kreiselternbeirats Marburg-Biedenkopf, sieht auf beiden Seiten berechtigte Argumente, auch die Elternschaft sei bei dem Thema ihrem Eindruck nach gespalten: Ein Teil der Eltern wäre wahrscheinlich dafür, der andere nicht, „Da spielen viele Faktoren eine Rolle“, sagt Kruse. Etwa ob Eltern die wochenweise Betreuung für den Unterricht zu Hause mit dem Beruf vereinbaren können.

Kreisschulsprecher Karl-Tizian Rückert spricht sich dagegen deutlich für das Wechselmodell aus, alleine um die beengte Lage in den Klassenzimmern wie in den Schulbussen zu verbessern. Das Thema werde unter den Schülern immer wieder diskutiert, viele könnten dabei nicht nachvollziehen, dass einerseits die Klassen voll sind, es zwangsläufig trotz Regelungen im Schulalltag zur Vermischung komme, andererseits außerhalb von Schulen Kontakte beschränkt werden.

Die GEW fordert, sich nach dem Robert-Koch-Institut zu richten und die Klassen durch das Wechselmodell zu verkleinern.

Von Katja Peters und Ina Tannert