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Marburg Kein Rohstoffmangel bei Fingerhaus
Marburg Kein Rohstoffmangel bei Fingerhaus
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21:00 09.06.2021
Mitarbeiter der Firma Fingerhaus beim Aufbau eines Fertighauses.
Mitarbeiter der Firma Fingerhaus beim Aufbau eines Fertighauses. Quelle: Andreas Schmidt
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Die Rohstoffknappheit – insbesondere bei Baustoffen und vor allem bei Holz – sorgt nicht nur dafür, dass sich Preise verteuern. Vielmehr befeuert sie auch die Gerüchteküche. So wurde die OP mit der Aussage konfrontiert, dass beim Frankenberger Fertighausbauer Fingerhaus trotz voller Auftragsbücher demnächst Kurzarbeit angesagt werde, weil das Unternehmen unter Holzmangel leide. Auch seien Kunden angeschrieben worden mit der Bitte, den Kaufvertrag wieder rückgängig zu machen, da es immense Preissteigerungen gegeben habe, und die Kalkulation als Grundlage des Vertrags ließe sich nicht halten.

Doch was ist dran an den Gerüchten? „Das Gegenteil ist der Fall“, sagt Unternehmenssprecher Lukas Tauschwitz. „Alle Bereiche arbeiten auf Hochtouren: Unsere Fachberater sind wie immer für die Anfragen unserer Interessenten erreichbar, die Produktion läuft auf Hochtouren und unsere Monteure sind täglich auf den Baustellen in ganz Deutschland im Einsatz.“ Das sei auch per Newsletter an alle Kunden und Interessenten gesendet und auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens publiziert worden.

An Kurzarbeit sei bei Fingerhaus nicht zu denken, „vielmehr gibt es in der Produktion auch eine Samstagsschicht, um die zahlreichen Aufträge abzuarbeiten“, erläutert Tauschwitz. Durch Corona habe es einen deutlichen Nachfrageanstieg gegeben, „der zunächst die Fachberater beschäftigt, sich am Ende aber natürlich auch auf die Produktion auswirkt. Daher haben wir die Kapazitäten hochgefahren.“ Das Frankenberger Unternehmen baut jährlich mehr als 750 Häuser. Der Unternehmenssprecher versichert: „Es gab in der Vergangenheit, gibt aktuell und wird auch zukünftig bei Fingerhaus keinen Rohstoffmangel geben.“ Der Grund: Man sei durch die langfristigen Lieferantenbeziehungen sehr gut aufgestellt, geschuldet den „regional guten Kontakten. Daher ist sichergestellt, dass uns kein Werkstoff zu keiner Zeit ausgehen wird.“

Zum Thema Vertragsrücktritt sagt Tauschwitz: „Wir haben noch nie einen einzigen Kunden kontaktiert, um ihn zum Rücktritt zu motivieren – weder in der Vergangenheit der mehr als 70-jährigen Geschichte von Fingerhaus noch in der Pandemie.“

Und auch für die Zukunft könne ein solches Vorgehen ausgeschlossen werden, „weil es unser Anspruch ist, die Traumhauswünsche der Kunden umzusetzen und es nicht der Unternehmensphilosophie von Fingerhaus entspricht, irgendeinen Kunden zum Rücktritt zu motivieren, um so in eine finanziell bessere Situation zu kommen“.

Im Februar: Preisanpassung

Natürlich sei auch das Frankenberger Unternehmen von Preissteigerungen betroffen, „und im Bereich des Holzmarkts spüren wir die auch massiv. Wir sind aber so lange am Markt, dass wir solche Volatilitäten gut aussteuern können, ohne unseren Kunden den Wunsch vom Eigenheim zu verwehren“, sagt Tauschwitz.

Fingerhaus habe zum Februar diesen Jahres eine Preisanpassung vorgenommen, „seitdem haben unsere Kunden die gleichen Preise – und auch die Festpreisgarantie von 24 Monaten, an der wir, im Gegensatz zu anderen in der Branche, festhalten.“

Das bedeute: Während andere Marktteilnehmer solche Garantien mit der Begründung schwankender Preise zurückgefahren hätten, „gewährleisten wir die Preise aller Verträge für 24 Monate. Es ist unsere unternehmerische Aufgabe, dass die Kunden ihr Haus zum versprochenen Preis bekommen und wir als Familienunternehmen langfristig erfolgreich am Markt sind.“

Von Andreas Schmidt

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