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Marburg Ein Kalb ist wieder bei der Mutter
Marburg Ein Kalb ist wieder bei der Mutter
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15:30 02.06.2022
Der Moischter Landwirt Rainer Henz freut sich, dass eines seiner beiden vermissten Kälber wieder bei seinem Muttertier ist. Das zweite Kalb wird noch gesucht.
Der Moischter Landwirt Rainer Henz freut sich, dass eines seiner beiden vermissten Kälber wieder bei seinem Muttertier ist. Das zweite Kalb wird noch gesucht. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Moischt

Erleichtert, aber auch weiterhin besorgt ist Landwirt Rainer Henz. Eines der beiden vermissten Kälber ist wieder bei der Herde, das andere treibt sich vermutlich noch im Landkreis herum. Vor 14 Tagen stoben dem Moischter 13 Kälber davon, seit Montag fehlt nur noch eines. Das zweite flüchtige Kalb entdeckte ein Jäger, nachdem die OP über Henz’ Verlust berichtete. Der Jäger kontaktierte den Bauern, der das Tier aus der Ferne anhand der Ohrmarke als seines identifizierte.

Da das junge Rind sich in Richtung des Marburger Stadtteils bewegte, rief Henz seine Herde zu einer nahe gelegenen Koppel. Das Muhen der Rinder lockte das Kalb an, dass durch einen geöffneten Spalt im Zaun zur Herde ging und vom Muttertier sofort wiedererkannt wurde. Endete diese Trennungsgeschichte glücklich, so fehlt vom zweiten geflohenen Kalb laut Henz „leider noch jede Spur“.

Zur Massenflucht kam es, als am Freitag vor 14 Tagen während eines Gewitters die Kälber unter den 30 Angus-Rindern, die der Landwirt gerade von einer Weide am Ortsausgang nach Schröck auf eine andere Koppel trieb, scheuten und in alle Richtungen davonliefen. Dank einer groß angelegten Suche und auch in der Woche danach gelangten fast alle Kälber wieder zu ihrer Herde. Das noch fehlende, etwa ein halbes Jahr alte Rind ist ungefähr einen Meter hoch und wiegt 250 bis 300 Kilogramm. Es kann sich im Umkreis von bis zu 20 Kilometern um Moischt aufhalten. Weil es sehr scheu ist, rät Henz vom Versuch des Einfangens ab. Vielmehr solle die Polizei kontaktiert werden, die ihn dann benachrichtigt.

Von Gianfranco Fain