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Marburg Investor verweist auf Zeitdruck
Marburg Investor verweist auf Zeitdruck
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15:00 19.08.2019
Die Entwürfe des Neubaus der Jugendherberge am Trojedamm stehen in der Kritik. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Erste Neubauarbeiten müssen laut Bauherr – dem Deutschen Jugendherbergsverband – bis spätestens Februar 2020 laufen. Grund: Nach diesem Termin verfällt die Hälfte der zugesagten Bundes­förder­mittel (insgesamt 700.000 Euro). Das sagte Timo Neumann, DJH-Geschäftsführer in Hessen, während der Sitzung des Gestaltungsbeirats.

Das Experten­gremium hatte zuvor ­massive Bedenken gegen den von ihm vorgelegten Haus-Entwurf geäußert, der von Kritikern als „Bunker“, „Trutzburg“, „Kasernenkomplex“ oder „x-beliebiges Gebäude“ bezeichnet wird.

Die DJH-Spitze favorisiert angesichts knapper Kassen bei landesweitem Investitionsstau Funktionalität. „Die inhaltliche Arbeit im Inneren ist wichtiger als verschnörkelte Architektur außen.“ Investoren, die „unendlich viel Geld haben, können alles wunderschön und nach allen Wünschen bauen. Wir haben das Geld nicht und können so etwas daher nicht leisten“, sagt er. Am Donnerstag (22. August) wird sich auch der Ortsbeirat Weidenhausen mit den Plänen beschäftigen.

Termin

Der Ortsbeirat Weidenhausen tagt am Donnerstag ab 19.30 Uhr im Altenhilfezentrum „Auf der Weide“ (Theodor-Schubert-Saal).

Der Bauherr und die Stadtverwaltung haben sich nach der massiven Kritik aus Reihen sowohl des Gestaltungs- als auch des Denkmalbeirats auf ein weiteres Planungs-Treffen in dieser Woche verständigt. Dabei soll es vor allem um Änderungsvorgaben seitens der Stadt gehen, die sich mit 300.000 Euro am Vorhaben beteiligen will. „Wir werden Dinge anpassen, wenn es denn genaue Forderungen zur Fassade gibt und das in unserem Kostenrahmen machbar ist“, sagt Neumann. Aber: „Wir werden keinen Neustart hin­legen.“

von Björn Wisker