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Marburg Das verbindet ihn mit Marburg
Marburg Das verbindet ihn mit Marburg
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08:51 17.06.2020
Gregor Meyle bei einem Auftritt in Dagobertshausen. Am Freitag, 19. Juni, kommt er zum OP-Livestream. Quelle: Thorsten Richter/Archiv
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Marburg

Gregor Meyle ist bisher der bekannteste Interpret, der ein Konzert im OP-Livestream gibt. Im Interview erzählt er, was ihn mit Marburg verbindet.

OP: Gregor, Du bist schon mehrfach im Raum Marburg gewesen. Welche besondere Beziehung verbindet Dich mit der Stadt?

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Gregor Meyle: Wenn ich in Dagobertshausen, das ja nur ein paar Kilometer von Marburg entfernt liegt, Zeit verbringen darf, ist das immer wie nach Hause zu kommen. Wenn wir dort sind, werden wir immer nach Strich und Faden verwöhnt. Hier haben wir schon viele tolle Sachen erlebt.

Wir haben einige Konzerte gespielt, unser Überraschungskonzert dort gedreht und zum Beispiel auch Meylensteine mit Helene Fischer.

Außerdem durfte ich meinen 40. Geburtstag dort feiern und wir haben in Dagobertshausen geheiratet. Da habe ich natürlich viele tolle Erinnerungen dran. Aber auch Marburg ist eine wunderschöne alte Stadt. Eine direkte Verbindung habe ich zum Beispiel auch mit den Vertrieb Musik-Meyer, mit dem ich schon lange zusammenarbeite – tolle Menschen.

Am liebsten mehr davon

OP: Du bist inzwischen einer der bekanntesten Singer/Songwriter in Deutschland, bist ein Meister der großen Hallen. Was ist das jetzt für ein Gefühl, vor nur sehr wenigen Menschen aufzutreten?

Meyle: Es ist total schön, diese Intimität kleiner Konzerte wieder zu spüren. Die meiste Zeit meiner Karriere habe ich vor genau der Anzahl Leuten, also 80 bis 100, gespielt. Ich freue mich da sehr drauf.

Am liebsten würden wir noch viel mehr solcher Konzerte machen. Das ist aber logistisch schwierig. Wenn alles klappt und wir im Dezember spielen dürfen, haben wir aber dieses Jahr eine kleine Unplugged-Tour in einem ähnlichen Rahmen. Ich seh das jetzt als kleines Trainingslager dafür, hoffe aber, dass wir auch zwischendurch noch ein paar Konzerte spielen dürfen.

Durchhaltevermögen dank Familie

OP: Am Anfang Deiner Karriere bist Du als Tontechniker in einem Tourbus mitgefahren, warst sozusagen ein Autodidakt. Was hat Dir Deiner Meinung nach am meisten zum Durchbruch verholfen?

Meyle: Ich glaube, das war das Durchhaltevermögen. Hätte ich damals schon Familie gehabt, hätte ich wahrscheinlich nicht so lange durchgehalten – zumindest die Durststrecken. Aber es war zum Glück nie so, dass es total vor dem Aus stand.

Klar gab es Phasen, in denen ich keine Kohle hatte, hab dann halt in einer WG gewohnt zusammen mit meiner jetzigen Frau. Jeder Tag, an dem ich Musik machen und davon leben kann, ist ein wunderschöner Tag. Seit mittlerweile fast 13 Jahren ist das so. Toll, dass es auch immer noch so weitergeht.

OP: Was ist für Dich der Vorteil von deutschen Liedtexten gegenüber englischen?

Meyle: Das ist ja dann Hochdeutsch – auch eine Fremdsprache für mich als Schwabe (lacht). Wenn man im deutschsprachigen Raum spielt, hat man mit deutschen Texten den Vorteil, dass sie im selben Moment verstanden werden, wie die Musik ankommt.

Wenn man erst übersetzen muss, ist das Momentum schon vorbei. Das ist, als ob man einen Film schaut und versteht, was in der Szene abläuft und darunter liegt die Filmmusik.

OP-Livestream

Gregor Meyle ist am Freitag, 19. Juni, ab 20 Uhr auf www.op-marburg.de/live und auf dem Facebook-Kanal der OP zu sehen und zu hören. Es lohnt sich aber, schon etwas früher reinzuschauen: Ab etwa 19.30 Uhr gibt es verschiedene Interviews und Bilder aus der geheimen Location.

Die Streaming-Konzertreihe organisieren Flashlight Veranstaltungstechnik, Vila Vita, Oberhessische Presse und mr//media.

von Till Conrad

16.06.2020
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