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Marburg „Es wird eng"
Marburg „Es wird eng"
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07:58 16.04.2021
Bezüglich der Intensivbetten ist die Situation am UKGM zurzeit noch beherrschbar.
Bezüglich der Intensivbetten ist die Situation am UKGM zurzeit noch beherrschbar.   Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

„Wir können es uns nicht leisten, noch wochenlang zu diskutieren“, warnte der wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, im „Tagesspiegel“. Das Intensiv-Register verzeichnet täglich die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern.

Seit Mitte März macht sich das verstärkte Infektionsgeschehen auch auf den Intensivstationen bemerkbar. Die Vereinigung erwartet, dass der bisherige Höchststand von etwa 6 000 Covid-19-Intensivpatienten noch im April wieder erreicht wird.

Frank Steibli, Sprecher des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) nannte am Donnerstag auf Anfrage der OP keine konkreten Zahlen über die aktuelle Belegungssituation von Intensivbetten im UKGM: „Eine Zahl, die ich morgens um 9 Uhr nenne, kann um 14 Uhr schon wieder Makulatur sein“, erklärte Steibli, der jedoch auch sagte: „Bei uns steigen die Zahlen, wir gehen von weiteren Patienten aus, die Kapazität wird kleiner. Die Situation ist noch beherrschbar, aber wenn vier, fünf Patienten auf einmal eingeliefert werden, kann die Situation schon ganz anders aussehen. Es wird eng – auch in Marburg.“

Zahlen des DIVI-Intensivregisters zufolge (Stand: 15.4.2021/12.15 Uhr) lag der Anteil freier Intensivbetten in Marburg-Biedenkopf mit seinen drei Klinikstandorten gestern bei 10,6 Prozent. Anders ausgedrückt: Von insgesamt 151 Intensivbetten waren noch 16 frei.

Von Carsten Beckmann

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