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Marburg In jedem Klassenzimmer ein stabiles WLAN
Marburg In jedem Klassenzimmer ein stabiles WLAN
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11:00 09.04.2022
Ute Kilian (Digitalisierungsbeauftragte der Europaschule Gladenbach), Helge Micklitz (Geschäftsführer Integral) und der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Marian Zachow erörtern den Einsatz von digitalen Medien an der Europaschule in Gladenbach.
Ute Kilian (Digitalisierungsbeauftragte der Europaschule Gladenbach), Helge Micklitz (Geschäftsführer Integral) und der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Marian Zachow erörtern den Einsatz von digitalen Medien an der Europaschule in Gladenbach. Quelle: Götz Schaub
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Gladenbach

Oben an der Decke mittig im Raum hängt in einem Klassenraum der Europaschule in Gladenbach die Zukunft aller Klassenräume im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Es sieht fast aus wie ein Feuermelder, doch das „Teil“ mit dem blauen Punkt sorgt nur für sicheres, also verlässlich starkes WLAN. Dass das „Ding“ da so hängt, nehmen die Schülerinnen und Schüler sicher gerne zur Kenntnis, denn es sorgt endlich für störungsfreien, digital ausgerichteten Unterricht. Und wenn doch mal irgendetwas nicht klappen sollte und der Fehler der Technik zugeschoben werden muss, ist jetzt immer schnell Hilfe da. In der Europaschule besonders schnell, denn dort hat IT-Experte Christian Debus seinen Stammarbeitsplatz. Allerdings ist er auch für den IT-Support an den umliegenden Schulen bis zur Gesamtschule Niederwalgern zuständig.

Integral betreut 64 Schulen

Debus gehört zur Integral gGmbH. Und die hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit dem IT-Support an insgesamt 64 Schulen an 72 Standorten beauftragt. Zum IT-Support gehört vor allem die fehlerfreie PC-, System- und Netzwerkadministration sowie die Unterstützung des Lehrerkollegiums und der Schülerinnen und Schüler. „Für einen zeitgemäßen Unterricht braucht es WLAN in jedem Klassenzimmer“, sagt Marian Zachow, der Erste Kreisbeigeordnete, in seiner Eigenschaft als Schuldezernent. Bei diesem Vorhaben wurde gleich mit bedacht, dass auch bei gewissenhafter Einrichtung immer und immer wieder technische Probleme aufkommen werden. Damit wollte man nicht die Lehrerinnen und Lehrer alleine lassen, in der Hoffnung, dass sich in jedem Kollegium der eine oder andere Hobby-IT-Experte befindet. „Wir haben gezielt danach gesucht, eine ganzheitliche Lösung zu finden, die längerfristig Bestand hat“, sagt Zachow. Und dabei stieß man auf Integral, einen bekannten und verlässlichen Partner auf vielen Arbeitsgebieten – nun auch beim IT-Support. Durch den seitens des Landkreises vorangetriebenen Ausbau der IT-Infrastruktur im Rahmen des Digitalpakts Schule hatte der Bedarf an einem technischen Unterstützungsangebot stetig zugenommen.

Integral managt alles aus einer Hand

Im Rahmen ihres Leitbildes wird die Integral in dem neuen Bereich der Digitalen Dienste auch arbeitsmarktorientiert Qualifizierungs- und Beschäftigungschancen generieren. Dies betrifft zum Beispiel die Ausbildung in zukunftsorientierten Beschäftigungsfeldern des IT-Bereichs. Im Sommer begrüßt der Bereich seinen dritten Auszubildenden und freut sich auf die erneute Besetzung mehrerer Praktikumsplätze. Helge Micklitz, Geschäftsführer der Integral gGmbH, sagt: „Als Unternehmen ist es uns von jeher ein Anliegen, soziale Verantwortung zu übernehmen. Die Corona-Pandemie hat das Thema digitale Bildung und die dortigen Defizite, aber eben auch die Chancen noch mal verdeutlicht. Wir hoffen, dass unsere Unterstützung durch die Digitalen Dienste dazu beitragen wird, dass das digitale Lernen an unseren Schulen gefördert wird.“ Das Team, besteht derzeit aus elf Mitarbeitern und langjährig aktiven Honorarkräften. Das Spektrum der Einsatzgebiete reicht von der Wartung des klassischen IT-Raums an den Schulen bis zum iPad der Schülerinnen und Schüler, die nach Fehlermeldungen wieder zum Laufen gebracht werden müssen.

Ende vergangenen Jahres begann dann Integral unter Leitung von Thorsten Schiffer, diese Arbeit an den Schulen im Landkreis systematisch fortzusetzen. Holger Schmenk, Schulleiter an der Europaschule, und Englisch-Lehrerin Ute Kilian, die gleichzeitig Digitalisierungsbeauftragte ist, wissen, wie vielfältig und unterschiedlich die Probleme sein können, die mit dem digitalen Unterricht einhergehen. Deshalb freuen sie sich, den technischen Support in guten Händen zu wissen. So können sie sich auf die nicht minder wichtige pädagogische Ebene konzentrieren.

Um einen erfolgreichen digitalisierten Unterricht bei bewusst einheitlicher Endgerätestruktur gestalten zu können, muss ihm schließlich auch ein schlüssiges pädagogische Konzept beziehungsweise Strategie zur Seite gestellt werden. Und Wünsche bleiben auch noch Richtung Landesregierung. So würde man sich doch sehr über ein Budget für Lern-Apps freuen.

Von Götz Schaub