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Marburg Impferfolge treiben Nachfrage nach „Behring-Stadtschrift“ in die Höhe
Marburg Impferfolge treiben Nachfrage nach „Behring-Stadtschrift“ in die Höhe
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20:58 31.07.2021
Das Lesebuch „Emil von Behring in Marburg“ war ausverkauft, der städtische Rathaus-Verlag hat es nun nachgedruckt.
Das Lesebuch „Emil von Behring in Marburg“ war ausverkauft, der städtische Rathaus-Verlag hat es nun nachgedruckt. Quelle: Foto: Birgit Heimrich/Stadt Marburg
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Marburg

Das 247 Seiten starke Buch über den berühmten Arzt, Forscher, Nobelpreisträger und Gründer der Marburger Behringwerke erschien Ende 2019. Es erfreut sich einer außergewöhnlich starken Nachfrage – vor allem, seit in Marburg wieder einmal ein neuer Impfstoff produziert wird, den die Welt dringend braucht.

Als am Abend des 9. Dezembers 2019 Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies gemeinsam mit der Medizinhistorikerin und Autorin, Dr. Kornelia Grundmann, die Marburger Stadtschrift Nummer 112 mit einem großen Empfang im vollbesetzten historischen Rathaussaal vorstellte, ahnte noch niemand, was kurz darauf passieren würde.

Der Empfang fand am Vorabend der jährlichen Nobelpreisverleihung für Medizin in Stockholm statt. Erstmals wurde aus dem Buch über teils unveröffentlichte private Korrespondenzen und das Leben und Wirken des berühmten Nobelpreisträgers vorgelesen.

Neben Spies und Grundmann sprach auch Prof. Dr. Irmtraut Sahmland als Vorsitzende des Fördervereins „Emil von Behring“ über den Mann, der mit seiner Entwicklung der Serumtherapie gegen Diphterie und Tetanus die Welt veränderte und gleichzeitig den Grundstein für den bis heute so erfolgreichen und innovativen Marburger Pharmastandort legte.

Nur wenige Wochen nach der Lesung im Rathaus veränderte die Nachricht über ein bislang unbekanntes Virus, an dem Menschen vorerst in China erkrankt sind, die Welt. Mit rasanter Geschwindigkeit verbreitete sich das Sars-CoV-2-Virus über den Globus, brachte das öffentliche Leben zum Stillstand und kostete bis dato über vier Millionen Menschen das Leben.

Knapp 200 Millionen Menschen sind weltweit als infiziert gemeldet, die Dunkelziffer ist hoch. Aber: Die Corona-Pandemie stellt nicht nur Rekorde in der Geschwindigkeit ihrer Verbreitung auf, sondern führte ebenfalls zu einem Rekord in der Entwicklung von Impfstoffen.

„Ganz besonders freue ich mich, dass Marburg mit Biontech am Pharmastandort einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Eindämmung der Corona-Pandemie leisten kann“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Schon zu Behrings Zeiten haben die Seuchen, die die Menschen damals heimsuchten, durch seine bahnbrechende Entwicklung von Impfstoffen ihre Schrecken verloren“, so Spies. Verheerende Krankheiten, die so viel Elend über die Menschen brachten und ganze Volkswirtschaften in die Knie zwangen, seien durch das Impfen quasi verschwunden.

Nicht von ungefähr sei Emil von Behring mit seinem Serum gegen die tödliche Diphterie als „Retter der Kinder“ in die Geschichte eingegangen. Auch heute sei das Impfen die stärkste Waffe gegen das Coronavirus. „Da freut es mich umso mehr, dass auch das Interesse der Leser*innen am Leben und Wirken eines der berühmtesten Bürger unserer Stadt so groß ist, dass wir die Stadtschrift jetzt schon nachdrucken konnten“, führt Spies weiter aus.

Die Stadtschrift Nr. 112 „Emil von Behring in Marburg“ ist im Rathaus-Verlag erschienen, sie kostet 12 Euro, ISBN 978-3-942487-14-6. Das Buch ist beim Fachdienst Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Universitätsstadt Marburg, Markt 8, unter 0 64 21 / 2 01-13 46, pressestelle@marburg-stadt.de, per Online-Formular unter digital.marburg.de oder im Buchhandel erhältlich.

Von unseren Redakteuren