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Marburg Viele Attraktionen und ein Gedenken
Marburg Viele Attraktionen und ein Gedenken
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00:18 30.04.2019
Einige Fahrzeuge des Museums, wie dieser Audi, nehmen auch regelmäßig an Oldtimer-Ausfahrten teil. Quelle: Michael Hoffsteter
Cyriaxweimar

Am Sonntag, 28. April, können von 11 bis 17 Uhr erstmals in diesem Jahr wieder die fast 90 historischen Polizei-Einsatzfahrzeuge in ­ihrer ganzen Pracht besichtigt werden. Darunter sind mittlerweile auch einige Fahrzeuge, die in verschiedenen Filmproduktionen zu sehen sind. Aber nicht nur das. Der Polizei-Motorclub Marburg hat sich zum Start noch einiges Mehr einfallen lassen und das alles bei freiem Eintritt. So gibt es doppelten Besuch.

Zum einen haben sich Fahrer von historischen Audi 100 und VW Käfern angekündigt, die natürlich auch ­ihre Fahrzeuge zur Schau stellen werden. Zum anderen sind wie in den vergangenen Jahren zur Saisoneröffnung Besitzer von historischen Rennrädern dabei.

Rund 30 Räder von namenhaften Radrennfahrern aus der Zeit von 1920 bis 1990 werden gezeigt, darunter ein Klassiker, ein Diamant aus den 1920er-Jahren, ein Bauer aus den 1950er-Jahren und ein Rad aus den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts des italienischen Herstellers Benotto.

Das älteste Originaltrikot wird prämiert

„Die Retro-Szene geht gerade durch die Decke. Es gibt immer mehr Menschen, die Gefallen an historischen Rennrädern finden“, sagt Georg Kaiser, einer der Aussteller. Aufgrund dieses Booms wird es in diesem Jahr auch erstmals eine Eroica Germania geben, vom 22. bis 24. August in Rheingau, wo sich alle Sammler treffen und natürlich auch bedeutende Radrennfahrer aus früheren Zeiten.

„Beim letzten Mal hatten wir viele Besucher, die sich unsere Räder angeschaut haben. Dieses Mal möchten wir dazu auffordern, dass die Besucher, wenn sie Besitzer von Originalen Trikots von früheren Radrennen sind, diese mitzubringen. Wir möchten damit einen Wettbewerb ausrichten und gegen 15 Uhr das älteste Originaltrikot prämieren“, so Kaiser. Es spielt dabei keine Rolle, ob es ein Profi oder ein Amateur-Radrennfahrer getragen hat, Hauptsache es ist echt „retro“.

Kaiser bringt auch ein Centurion Rennrad von 1980 mit. „Das Besondere daran ist, dass es in einem sehr guten Zustand ist“, sagt Kaiser. Der einstige Besitzer wollte damit zur Entspannung vom Beruf eigentlich immer mal ein paar Runden drehen, ist aber dann nie dazu gekommen, so dass das Rad ungenutzt neben dem Schreibtisch stehenblieb.

Kostenlose Codierung von Fahrrädern

Die Polizei bietet an diesem Tag Fahrradbesitzern die kostenlose Codierung ihrer Räder an. Dabei werden die Rahmen mit einem alphanumerischen Code versehen, der verschlüsselt Informationen zum Besitzer des Fahrrades enthält. Eine Anmeldung dazu ist nicht erforderlich, allerdings sollten die Radbesitzer neben dem Rad ihren Ausweis mitbringen und einen Nachweis, dass ihnen das zu codierende Rad auch gehört.

Doch Achtung: Carbon-Rahmen können aus technischen Gründen nicht codiert werden. Zum Verweilen auf dem Gelände lädt das geräumige Vereinsheim ein, wo es neben Würstchen und Getränken auch Kaffee und selbstgemachten Kuchen geben wird. Es wird an diesem Tag noch einen besonderen Programmpunkt geben, den sich der Verein gerne noch in weiter Ferne gewünscht hätte.

Doch mussten die Mitglieder im vergangenen Jahr den überraschenden Tod ihres Vorsitzenden und Machers Henner Menche zur Kenntnis nehmen. Ihm zu Ehren soll es um 14 Uhr ein kleines Gedenken geben, zu dem sich die Veranstalter viele Gäste wünschen, die mit Henner Menche jemals in Kontakt gekommen waren und ihm diese letzte Ehre erweisen wollen.

Das Museum befindet sich an der Kreisstraße 69 in Richtung des Marburger Stadtteils Cyriaxweimar und ist von der L 3387 aus Richtung Niederweimar und aus Richtung Ockershausen ausgeschildert. Der Eintritt ist frei.

von Götz Schaub