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Marburg Kaution landete auf Firmenkonto
Marburg Kaution landete auf Firmenkonto
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16:00 19.12.2019
Ein Blick in die Oberstadt: Mehrere Immobilien in „Marburgs Schmuckkästchen“ waren Teil des Immobilienflippings. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Das Gericht unter dem Vorsitz von Landgerichts-Vizepräsidentin Beate Mengel sprach den 35 Jahre alten Hauptangeklagten, der bereits seit sieben Monaten in Untersuchungshaft sitzt, wegen gewerbsmäßiger Untreue in 157 Fällen, Fahrens ohne Fahrerlaubnis in 10 Fällen – davon einmal in Tateinheit mit Urkundenfälschung – sowie wegen Gründungsschwindels, Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 86 Fällen sowie Steuerhinterziehung in 11 Fällen schuldig.

Dafür muss er drei Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Außerdem wird bei ihm ein erschlichener Gewinn von knapp 80.000 Euro eingezogen. Der Staatsanwalt Oliver Rust sagte über den 35-Jährigen in seinem Plädoyer: „Nichts, was er angepackt hat, war seriös oder redlich.“

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Der Staatsanwalt unterstellt „viel Skrupellosigkeit“ und findet: „Es ist erstaunlich, dass so viele Beteiligte, darunter Notare und Anwälte, sich auf dieses Verhalten eingelassen haben.“ Der 47 Jahre alte Notar wurde wegen Bestechlichkeit im Amt in 41 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, der 40-jährige Immobilienmakler wegen Bestechung in 41 Fällen zu ­einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren. Beide Strafen setzte das Gericht zur Bewährung aus. Beim Notar wird ein erschlichener Gewinn von knapp 96.000 Euro eingezogen.

von Beatrix Achinger

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier. (Der Artikel ist nach Anmeldung für OP-Leser zugänglich)

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