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Marburg Hohe Berge und wildes Meer
Marburg Hohe Berge und wildes Meer
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17:56 22.08.2012
Galerist Michael Schmalfuß steht vor einer Arbeit von Jocelyne Clémente.Foto: Preussner
Marburg

Zur Vernissage war leider keiner der vier Maler erschienen. Ein Hauptgrund war wohl die lange Anreise, wie Galerist Schmalfuß in seiner Einführung erklärte. Aber die eindrucksvolle Gruppenausstellung spricht auch so für sich. Expressive Farbigkeit zeichnet die Landschaften der Französin Jocelyne Clémente aus. Berge, Wälder und Seen leuchten in den schönsten Farben von warmem Rot über kräftiges Grün bis hin zu sattem Blau. Auch Reinhard Stangl liebt die Farben und setzt sie verschwenderisch ein. Viele seiner Gemälde, die im Stil dem Fauvismus ähneln, sind auf Reisen entstanden. Stangl wurde in Ostberlin geboren und lebt heute im Westen der Stadt.

Auch die Künstlerin Antoinette wurde in der DDR geboren und lebt und arbeitet jetzt in Berlin. Sie gilt als schillernde Persönlichkeit, wie Schmalfuß ausführte, die einen viel besuchten Salon in der Stadt betreibt. Einige ihrer ausdrucksstarken Bilder erinnern in Farbe und Malweise an Vincent van Gogh.

Eine ganz andere Wirkung erzielen die wunderbaren Bilder von Susanne Knaack. Schmalfuß hat sie ganz bewusst ausgewählt, „um etwas Ruhe in die Ausstellung“ zu bringen, wie er selbst sagt. Seit zwanzig Jahren malt die Künstlerin geheimnisvolle Bilder in Schwarz-weiß, die in ihrer Vieldeutigkeit den Betrachter herausfordern. Sind es Berge, die man da sieht, oder ist es vielleicht doch ein Wasserstrudel? Aber was heißt hier malen, Susanne Knaacks Bilder entstehen auf ganz spezielle Weise. Die Künstlerin gießt Dispersionsfarbe auf die Leinwand und „schüttelt“ die Bilder. So bezieht sie ganz gezielt den Zufall in den künstlerischen Produktionsprozess mit ein.

Die Schau „Landschaften“ ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Freitag 10-13 Uhr und 15-18.30 Uhr, Samstag 10-16 Uhr. (Steinweg 33).

von Bettina Preussner

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