Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Menschen überstehen die Hitzetage
Marburg Menschen überstehen die Hitzetage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 21.07.2022
In der Notaufnahme des UKGM in Marburg registrierte man in dieser Woche keine signifikante Änderung gegenüber den Vorjahren an Fällen von hitzegeschädigten Menschen.
In der Notaufnahme des UKGM in Marburg registrierte man in dieser Woche keine signifikante Änderung gegenüber den Vorjahren an Fällen von hitzegeschädigten Menschen. Quelle: Thorsten Richter
Anzeige
Marburg

In der Notaufnahme des Universitätsklinikums Gießen und Marburg auf den Lahnbergen registrierte Chefarzt Dr. Andreas Jerrentrup in dieser Woche keine signifikante Änderung gegenüber den Vorjahren an Fällen von hitzegeschädigten Menschen. Dies liege vermutlich daran, dass es keine lange Periode, sondern nur zwei Tage mit wirklich großer Hitze gab. Auch die ständigen Warnhinweise in den Medien, genügend zu trinken und die Sonne zu meiden, dürften eine Rolle beim Verhalten der Menschen gespielt haben, meint Jerrentrup.

Zugespitzt hat sich dagegen offenbar die Situation durch den Krankenstand des Personals. Am Mittwoch wurden die Fachbereiche darauf hingewiesen, dass in der Notaufnahme nur zwei Pflegekräfte zur Verfügung stünden. Gelöst wurde dieser Engpass laut Pressesprecher Frank Steibli durch „eine Umlagerung von Personal“. Somit konnte die Versorgung der Patienten in der Notaufnahme gewährleistet werden. Die Umschichtung war erforderlich, da die Notaufnahme im Gegensatz zu anderen Bereichen des Klinikums keine Leistungen reduzieren könne, sondern „immer vollständig funktionieren muss“. Der Krankenstand ist auf „sehr viele Corona-Infektionen bei Mitarbeitern in Pflege und Ärzteschaft“ zurückzuführen.

Laut Steibli ist die Versorgungssicherheit „vollständig gewährleistet“, auch weil mit ebenso betroffenen anderen Kliniken im Landkreis und darüber hinaus zusammengearbeitet werde. Das Klinikum gehe auch nicht von einem längerfristigen Personalmangel aus, da „die grundsätzliche personelle Besetzung stabil ist“, so Steibli.

Von Gianfranco Fain