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Marburg Der Schnaps erkennt die Traurigkeit
Marburg Der Schnaps erkennt die Traurigkeit
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11:57 25.09.2020
Ann-Sophie Fritz (von links), Christian Simon und Saskia Boden-Dilling in einer Szene aus „Der Schnaps erkennt die Traurigkeit“ von Anna Morawetz. Quelle: Jan Bosch
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Marburg

Das Hessische Landestheater hat sich zu Beginn der Spielzeit 2020/21 ein wenig auf Österreich fokussiert. Anah Filou, die das Stück zum Stadtjubiläum MR 800 schreiben wird, kommt aus Österreich.

Ödön von Horváth, mit dessen „Glaube Liebe Hoffnung“ die Spielzeit vergangenen Freitag eröffnet wurde, ist in der KuK-Monarchie aufgewachsen. Und auch die vierte Premiere der noch jungen Corona-Spielzeit stammt aus der Feder einer jungen Autorin aus Österreich: Anna Morawetz.

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„Der Schnaps erkennt die Traurigkeit“ heißt der Titel ihres Dramas, das am Samstag, 26. September, um 19.30 Uhr auf der kleinen Bühne im Theater am Schwanhof Premiere hat. Die ist angesichts von coronabedingt nur rund 20 Plätzen natürlich längst ausverkauft.

Anna Morawetz wurde 1978 in Linz geboren. Sie studierte Schauspiel am Franz Schubert Konservatorium in Wien und Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien. Ihr Stück richte sich an „Menschen ab 15, die sich auch schon mal gefragt haben, wie sie nun gerade hier gelandet sind“, heißt es im Spielzeitheft des Landestheaters.

Österreicher in der Überzahl

Drei Menschen sind in „Der Schnaps erkennt die Traurigkeit“ bei einem Klassentreffen gelandet, 20 Jahre nach der Matura, dem österreichischen Abitur. Alte Freundschaften sollen beschworen werden. Doch eine Freundin aus der alten Klasse fehlt. Keiner weiß, warum. Keiner weiß, wo sie ist. Und dann kreist die Schnapsflasche.

Die Österreich-Connection in dieser Produktion vervollständigen die Regisseurin Anna Laner und die Ausstatterin Elke Auer. Auch die Musik kommt von dem in Wien lebenden Musiker Markus Steinkellner. Es spielen Saskia Boden-Dilling und Christian Simon vom HLTM-Ensemble und als Gast die in Wien geborene Schauspielerin Anna-Sophie Fritz.

Weitere Aufführungen sind am 30. September, am 2., 4., 14., 15., 21., 28.und 31. Oktober, jeweils ab 19.30 Uhr.

Von Uwe Badouin