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Marburg Auszeichnung für Kunstmuseum Marburg
Marburg Auszeichnung für Kunstmuseum Marburg
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11:58 17.09.2020
Das Marburger Kunstmuseum wird mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Quelle: Christine Krienke / LfDH.
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Marburg

Das Kunstmuseum Marburg ist mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet worden. Das Museum wurde in der Kategorie „Öffentliche Preisträger“ mit dem zweiten Preis geehrt.

Insgesamt wurden sieben Preise in zwei Kategorien vergeben. Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck und Ute Kohlhauer von der Uni-Bauabteilung nahmen von der Hessischen Wissenschaftsministerin Angela Dorn eine Bronzeplakette und eine Urkunde entgegen.

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Die Jury hebt die „Liebe zum Detail“ hervor, mit der die architektonische und inhaltliche Neugestaltung des Museums vorgenommen worden sei. „Die am Kunstgebäude geleisteten Arbeiten haben Vorbildcharakter sowohl hinsichtlich der behutsamen Modernisierung des Außenbaus, der Räumlichkeiten und der Ausstellungstechnik, als auch hinsichtlich der Spendenkampagne, durch die die Stadtgesellschaft in besonderer, identitätsstiftender Weise einbezogen worden ist“, heißt es in der Jury-Begründung.

Anerkennung der ästhetischen Lösungen

Auch Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause betont diesen Aspekt: „Der Denkmalschutzpreis würdigt nicht nur die hervorragende Arbeit der am Bau Beteiligten, sondern auch das bürgerschaftliche Engagement zahlreicher Menschen, die mit ihrer Spende maßgeblich zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.“

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und Anerkennung der ästhetischen Lösungen, die von den Architekten und der Bauabteilung der Universität im Gespräch mit der Denkmalpflege gefunden wurden“, betont Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck. „Die Rückmeldungen des Publikums sowie der ausgestellten Künstlerinnen und Künstler sind positiv.“

Mehr als 80 Jahre musealer und universitärer Nutzung hatten ihre Spuren an dem 1927 errichteten Gebäude hinterlassen. Durchgänge waren verschlossen, Räume abgenutzt und die Technik veraltet. Mehr als zwei Jahre dauerten die Sanierungs- und Umbauarbeiten im Inneren des Gebäudes, bevor das Kunstmuseum 2018 wieder seine Türen öffnete. „Heute ist das Gebäude technisch auf dem neuesten Stand und barrierefrei zugänglich“, betont Maja Turba, Leiterin der Uni-Bauabteilung.

Preis wird seit 34 Jahren vergeben

„Bei aller Modernität war es uns wichtig, den Räumen die ursprüngliche Eleganz der 1920er Jahre wiederzugeben.“ Das ist nicht nur aus Sicht der Jury gelungen: Nach der Sanierung und Restaurierung von Fassaden, Böden, historischen Fenstern und Stuckoberflächen erstrahlen die Räume in neuem Glanz und die charakteristischen Formen des expressionistischen Zacken-Stils kommen wieder zur Geltung.

Der Hessische Denkmalschutzpreis wird seit 1986 jährlich vergeben. Insgesamt sind die Preise mit 27.500 Euro dotiert. Der Ehrenamtspreis (7.500 Euro) geht an drei Projekte; ihn stellt die Hessische Staatskanzlei. Der Preis wurde von Lotto Hessen und dem Landesamt für Denkmalpflege ins Leben gerufen.

Hintergrund

Das als „Jubiläumsbau“ errichtete Kunstgebäude entstand 1927 nach Plänen des Architekten Hubert Lütcke; seitdem ist es im Besitz der Philipps-Universität Marburg. Gestalterisch verbindet der Bau Elemente des Neoklassizismus und des Expressionismus. Von Anfang an lag dem Gebäude das Konzept zugrunde, Forschung, Lehre und universitäre Sammlungen mit einem Museum unter einem Dach zu vereinen und so eine Schnittstelle zwischen Universität und Öffentlichkeit zu schaffen. Neben dem Kunstmuseum beherbergt das Haus auch heute noch kunstnahe Institute und Einrichtungen der Universität.

Die Außenhülle wurde von 2013 bis 2015 mit Landesmitteln saniert. Die Kosten in Höhe von 3,9 Millionen Euro für die Innensanierung des Kunstmuseums trug die Philipps-Universität. Etwa ein Drittel davon wurde im Rahmen der Kampagne „Kunst braucht Raum“ von Bürgerinnen und Bürgern gespendet. Die Sanierungsarbeiten wurden von der Bauabteilung der Universität in Zusammenarbeit mit den Marburger Architekten Holger Frisch und Helmut Schmidt geleitet.

Von unseren Redakteuren