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Marburg Stadt will kräftig investieren
Marburg Stadt will kräftig investieren
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00:18 25.03.2019
Symbolfoto: Der Marburger Haushalt für 2019 ist beschlossen. Quelle: Björn Wisker
Marburg

Das Regierungsbündnis aus SPD, CDU und den Bürgern für Marburg (BfM) stimmte für den Haushalt. Die übrigen Fraktionen, deren Änderungsanträge mehrheitlich abgelehnt wurden, stimmten gegen das Zahlenwerk. Die gute Konjunktur schlägt sich weiter in den positiven Zahlen für den Marburger Haushalt nieder. Die Stadt rechnet in 2019 mit einem leichten Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen von 100 auf 106 Millionen Euro. Insgesamt sollen die Erträge im Vergleich zum Vorjahr leicht ansteigen. Bis auf wenige Hunderttausend Euro, die als Überschuss geplant sind, werden daraus alle­ Pflichtaufgaben und freiwilligen Leistungen der Stadt finanziert.

Einer der größten Brocken sind die Personalkosten für 1034 Beschäftigte. Wegen 44 hinzugekommener Stellen sollen die Kosten im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen. So wird mehr als jeder vierte­ Euro für die Beschäftigten ausgegeben.
Großer Posten ist außerdem der Bereich Allgemeine Finanzwirtschaft, der beispielsweise Kreis- und Gewerbesteuerumlage umfasst. Viel Geld wird auch für die innere Verwaltung und den sozialen Bereich fällig. Auch die Kinderbetreuung ist ein bedeutender Kostenfaktor.

Die Stadt will in diesem Jahr 33,7 Millionen Euro investieren, anderthalb Millionen mehr als im ersten Haushaltsentwurf geplant.
Das größte Einzelprojekt ist die Sanierung der Weidenhäuser Brücke. Mit 3,5 Millionen Euro ist dafür etwas mehr als im Vorjahr vorgesehen. Gemeinsam mit dem Radwege- und Straßenbau macht so der Bereich „Straßen und Verkehrsanlagen“ das Gros der Investitionen aus. An zweiter Stelle steht das Bildungbauprogramm (Bibap) an Schulen.

Der aktuelle Schuldenstand der Stadt beträgt 156 Millionen Euro. Statt wie im Entwurf vorgesehen fünf sind nun zehn Millionen Euro als außerordentliche Tilgung am Kapitalmarkt geplant. Eine Neuverschuldung, die zunächst mit 2,5 Millionen Euro angesetzt war, soll es nun doch nicht geben. Stattdessen sollen zusätzlich 2,6 Millionen Euro Schulden abgebaut werden.

von Freya Altmüller

Ein ausführlicher Bericht über die Haushaltsdebatte im Stadtparlament folgt.

Der Fachdienst Finanzservice der Stadt arbeitet die beschlossenen Änderungen in der kommenden Woche in den Haushalt ein. Die einzelnen Beträge können deshalb noch leicht abweichen.