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Marburg Petition an Oberbürgermeister übergeben
Marburg Petition an Oberbürgermeister übergeben
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17:52 30.01.2022
Vanessa Kersten, Henner Gonnermann (Mitte, BUND) und die BI Hasenkopf übergaben am Freitag circa 1 500 Petitions-Unterschriften an Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies.
Vanessa Kersten, Henner Gonnermann (Mitte, BUND) und die BI Hasenkopf übergaben am Freitag circa 1 500 Petitions-Unterschriften an Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

1.541 Unterschriften der Bürgerinitiative gegen die Hasenkopf-Bebauung wurden am Freitagabend (28. Januar) vor der Stadthalle an Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) übergeben. Die Mitglieder der BI um Sprecherin Vanessa Kersten und Henner Gonnermann hatten extra einige Trecker für die Übergabe der Unterschriften mitgebracht, die Landwirten und Grundstückseigentümern am Hasenkopf gehören.

In der Petition wird der Erhalt des jetzigen Zustands auf dem Hasenkopf im Stadtwald-Viertel gefordert. Die BI „Wir sind Hasenkopf“ setzt sich für eine Fortführung der biologischen Landwirtschaft sowie für Klima- und Artenschutz ein. Kritisiert wird von der BI auch eine starke Mehrbelastung der Verkehrswege mit steigender Luftverschmutzung und Lärmbelästigung in dem geplanten Baugebiet. In der Petition wird gefordert, die Pläne für den Hasenkopf als Baugebiet endgültig fallenzulassen und keine Bauleitplanung einzuleiten.

Der Marburger OB verteidigte jedoch die Pläne für das Baugebiet. Er betonte in einer Stellungnahme, das Konzept für die „Zukunftsstadt Hasenkopf“ sei das Ergebnis eines der aufwändigsten Beteiligungsprozesse, die es in Marburg je gegeben habe. In den vergangenen drei Jahren hätten sich hunderte Menschen in den verschiedensten Formaten aktiv eingebracht.

Sehr viele der Argumente, Ideen und Kritik aus dem Prozess seien danach in den städtebaulichen Wettbewerb integriert worden. Herausgekommen sei nun ein Entwurf, der geradezu ein Paradebeispiel für verkehrsarmes, klimafreundliches und integratives Bauen darstelle. Das habe auch die Stadtverordnetenversammlung überzeugt, sie habe die Umsetzung des Entwurfs mit dem städtischen Haushalt 2022 deshalb beschlossen.

„Wir hatten auch die BI schon frühzeitig eingeladen, um über all ihre Bedenken und Kritikpunkte zu sprechen“ betonte Spies. Dabei seien auch einige Bedenken ausgeräumt und falsche Annahmen aufgeklärt worden. Keines der von der BI als Alternative für die Hasenkopfbebauung angegebenen Gebiete sei im übrigen für Wohnungsbau geeignet, betonte der OB.

Von Manfred Hitzeroth