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Marburg Dinnebier: Keine Fahrgeschäfte im Lahn-Uferbereich
Marburg Dinnebier: Keine Fahrgeschäfte im Lahn-Uferbereich
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18:00 18.03.2022
Schäden am Lahnufer (16.8.21) nach dem Marburger Hafenfest
Schäden am Lahnufer (16.8.21) nach dem Marburger Hafenfest Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Die Lahnauen sind „in keiner Weise“ von den Feierlichkeiten im Rahmen von Marburg 800, dem Hafenfest oder 3TM betroffen. Das sagte die zuständige Dezernentin, Stadträtin Kirsten Dinnebier (SPD), auf Anfrage des Stadtverordneten Maik Schöniger von der Klimaliste. Die Lahnauen seien in den letzten beiden Jahrzehnten von der Stadt Marburg innerstädtisch umfangreich renaturiert, mit Nebenarmen und Retentionsflächen durchzogen und zu geschützten Landschaftsbereichen entwickelt worden. „Die Stadt Marburg hat hier vorbildhaft auch innerstädtische Areale in Lahnumfeld in Wehrda, im Bereich auf der Weide, am linksseitigen Lahnufer südlich des Campingplatzes oder an der Gisselberger Spannweite mit hohem Aufwand in eine Auenlandschaft umgewandelt“, sagte Dinnebier.

Lediglich die innerstädtische Freizeitfläche, die sich am rechten Lahnufer nördlich des Gerhard-Jahn-Platzes parallel des südlichen Abschnitts der Uferstraße befindet, werde für größere Feierlichkeiten benutzt. Ausgenommen sei auch hier seit jeher der renaturierte Uferstreifen. „Dieser ehemalige Parkplatz wurde bewusst für eine Mehrfachnutzung gestaltet, indem beispielsweise die Untergrundbefestigung der ehemaligen Parkflächen belassen und lediglich mit einer Rasendecke überlegt wurde.“

Rasen musste wiederhergestellt werden

Auf Grund der Corona-Abstands-Regeln musste das Hafenfest 2021 in nördlicher Richtung über diesen Bereich bis auf die Sportfläche ausgedehnt werden, unter der sich keine Untergrundbefestigung befindet. Ebenfalls der besonderen Situation unter Corona-Bedingungen war geschuldet, dass aus räumlichen Gründen leider ausnahmsweise auch einzelne schwere Fahrgeschäfte nur im Bereich des rechten Lahnufers platziert werden konnten.

Durch unerwartet starke, mehrtägige Regenfälle unmittelbar vor und während der Aufbauphase habe diese Kombination dazu geführt, dass nach dem Hafenfest in der Rasenoberfläche insbesondere im Bereich nördlich der Untergrundbefestigung diese Oberfläche aufwendiger wiederhergestellt werden musste.

„Für 2022 ist vorgesehen, sich wieder auf den traditionellen, befestigten Uferbereich zu beschränken und schwerere Fahrgeschäfte wie üblich gänzlich außerhalb des Uferbereichs zu errichten“, sagte Dinnebier.

Von Till Conrad

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