Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg HNO-Klinik hat wieder einen Chefarzt
Marburg HNO-Klinik hat wieder einen Chefarzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:46 29.05.2017
Professor Harald Renz (von links), Dr. Gunther Weiß und Dr. Sylvia Heinis mit dem neuen HNO-Chefarzt Professor Boris Alexander Stuck. Foto: Felix Busjaeger
Professor Harald Renz (von links), Dr. Gunther Weiß und Dr. Sylvia Heinis mit dem neuen HNO-Chefarzt Professor Boris Alexander Stuck. Quelle: Felix Busjaeger
Anzeige
Marburg

Professor Boris Alexander Stuck übernimmt die Leitung und ist Inhaber des Lehrstuhls für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde im Fachbereich Medizin an der Philipps-Universität. Der 44-Jährige war zuvor leitender Oberarzt der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Essen.

Der kaufmännische Geschäftsführer am UKGM Marburg, Dr. Gunther Weiß, freut sich über den Neuzugang am Klinikum und lobt Stucks bisherigen Werdegang und dessen Kompetenzen. „Professor Stuck ist ein sehr renommierter Vertreter seines Fachs und bringt hervorragende Referenzen mit“, sagt Weiß. „Die HNO-Klinik Marburg genießt auf Bundesebene einen hervorragenden Ruf, hat aber in letzter Zeit leider eine leichte Delle erfahren.“

Weiß spielt damit auf die Überbrückungszeit bis zur Neubesetzung des Direktionspostens an. Nach dem Fortgang Professor Jochen A. Werners war das HNO-Klinikum in einer schwierigen Phase und hat viele Personalveränderungen erfahren. Das wichtigste Gebot der Stunde sei es, das Marburger HNO-Klinikum personell wieder aufzustocken und somit seinem Ruf gerecht zu werden. Die kompetente Versorgung der Patienten stehe dabei an erster Stelle.

„Stuck ist ein vielfältiger Spezialist“

Sein Kollege, der ärztliche ­Geschäftsführer Professor Harald Renz führt dies weiter aus und ergänzt, dass man den alten Stellenwert auf diesem Teilgebiet der Medizin wieder erreichen will. Die Voraussetzungen seien unter der Leitung von Professor Stuck hervorragend: „Stuck ist ein vielfältiger Spezialist, der hervorragende Kompetenzen auf dem Gebiet der Schlafmedizin, der Neurowissenschaften und der Onkologie mitbringt“, sagt Renz.

In Zukunft möchte man die Zusammenarbeit zwischen der HNO-Abteilung und dem Comprehensive Cancer Center Marburg wieder stärken, um den Patienten eine bestmögliche Behandlung zu ermöglichen. Aufgrund seiner bisherigen Tätigkeiten, unter anderem als Koordinator im Kopf-Hals-Tumor-Zentrum Essen und als leitender Oberarzt und Sektionsleiter Onkologie an der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkunde in Essen, sei Professor Stuck bestens für die Aufgabe geeignet.

Schwerpunkt: Versorgung der Bevölkerung

Von wissenschaftlicher Seite­ kann der neue Direktor umfangreiche Forschungsarbeiten vorweisen: Mehr als 100 Veröffentlichungen sowie mehrere Buchbeiträge und eine eigene Buchveröffentlichung zeugen von den bisherigen Forschungsergebnissen. Stucks Ausbildungen in der Schlaf- und Tumormedizin seien beste Voraussetzungen, um das HNO-Klinikum in den kommenden Jahren wieder auf einer Spitzenposition in Deutschland zu etablieren.

Stuck selbst sieht seinen ersten Aufgabenschwerpunkt in der Versorgung der Bevölkerung. Zunächst will er den Personalstamm der Klinik festigen und für fundierte Ausbildungen sorgen. Sein Ziel ist es, in Marburg und Umgebung kompetenter Ansprechpartner und erste Anlaufstelle für Patienten zu sein. Die HNO-Klinik Marburg biete hierfür die besten ­Voraussetzungen.

von Felix Busjaeger