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Marburg Gürtel für den Frieden
Marburg Gürtel für den Frieden
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15:32 18.03.2022
Bastian Jedwill und Felix Rabe produzieren einen Gürtel mit Friedenssymbol und spenden pro verkauften Gürtel 11 Euro an die Kindernothilfe Unicef in der Ukraine. 
Bastian Jedwill und Felix Rabe produzieren einen Gürtel mit Friedenssymbol und spenden pro verkauften Gürtel 11 Euro an die Kindernothilfe Unicef in der Ukraine.  Quelle: Privatfoto
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Frankenberg

„Ich war fassungslos, dass die Situation so eskaliert“, sagt Felix Rabe. Er war gerade unterwegs zur Arbeit, als er am 24. Februar in den Nachrichten von der Invasion der russischen Armee in die Ukraine hörte. Im Lauf des Tages mehrten sich die Meldungen über den Krieg in Europa.

Der 28-Jährige hatte sofort den Impuls, etwas tun zu wollen. Für die Teilnahme an der Mahnwache in Marburg hatte Rabes Freundin sich ein Stirnband in den ukrainischen Farben gemacht.

Rabe und sein Freund Bastian Jedwill (30) hatten selbst entwickelte Gürtel. Als ihren Beitrag für die Unterstützung der Menschen in der Ukraine haben sie ein blaues Band genommen und auf die goldene Gürtelschnalle eine Friedenstaube als Emblem eingraviert unter der „Free Ukraine“ steht. Diesen Gürtel trug Rabe während der Mahnwache, mittlerweile auch im Alltag, um seine Unterstützung zu zeigen. Das reichte ihm und seinem Geschäftspartner Jedwill aber nicht. Sie wollen nicht nur ein Zeichen setzen, sondern auch Geld spenden. Sie haben sich entschlossen, ihre Friedensgürtel über Amazon zu vertreiben. Elf Euro pro verkauftem Gürtel mit der Friedenstaube auf der Schnalle sollen an die Kindernothilfe der Unicef in der Ukraine fließen. Beide Jungunternehmer hoffen, dass möglichst viele ihrer Gürtel geordert und auch getragen werden.

Ein Feinmechaniker und einer aus dem Innenausbau

Rabe und Jedwill haben schon in der Vergangenheit zusammen Projekte umgesetzt: Jedwill ist Feinmechaniker und Rabe kommt aus dem Innenausbau. Sie entwickelten unter anderem eine Fernsehhalterung und eine Kabeldurchführung aus Aluminium für einen Schreibtisch, der komplett schwarz war. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Freunden spornt sie jedes Mal aufs Neue an, etwas Besonderes zu entwickeln.

Auch der Name ihrer Firma mit Sitz in Frankenberg ist besonders: Crios. „Das ist Gälisch und bedeutet Gürtel“, erklärt Raabe. Als Nächstes wollen sie nachhaltiger werden. Die Gürtelbänder sollen aus recyceltem Nylon – also aus Fischernetzen – gefertigt werden. Für die Gürtel haben bereits zwei große Firmen eine Bestellung aufgegeben.

Auf eBay und der Plattform Etsy unter dem Namen „Dein Gürtel – dein Statement“ sind sie zu finden.

Von Silke Pfeifer-Sternke