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Marburg Grünes Licht für Umbau
Marburg Grünes Licht für Umbau
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19:28 14.10.2010
Die Stadthalle Marburg, auch Erwin-Piscator-Haus genannt, soll für 16 Millionen Euro umgebaut werden. Der Abschluss der Arbeiten ist für das Jahr 2014 vorgesehen.
Die Stadthalle Marburg, auch Erwin-Piscator-Haus genannt, soll für 16 Millionen Euro umgebaut werden. Der Abschluss der Arbeiten ist für das Jahr 2014 vorgesehen. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg. Der Magistrat hat nun endgültig grünes Licht für den Umbau der Stadthalle Marburg gegeben: Das 2009 erarbeitete Raum- und Funktionskonzept dient als Grundlage für die Planung. Das in den 60ern gebaute Erwin-Piscator-Haus soll bis zum Jahr 2014 barrierefrei, modern und multifunktional werden. Mit der Planung wird der 1. Preisträger des Realisierungs- und Ideenwettbewerbs, das Büro Hess/Talhof aus München beauftragt, und die Bauverwaltung soll nun mit den Detailplanungen beginnen. Das Gesamtkostenvolumen von 16 Millionen Euro netto soll nicht überschritten werden.

Im Haushalt stehen für dieses Jahr Planungsmittel in Höhe von 300.000 Euro zur Verfügung. Für nächstes Jahr stehen eine Million Euro und eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von fünf Millionen Euro bereit, erklärte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD).

2003 hatte der Magistrat den Bedarf für die bauliche Erweiterung und Umstrukturierung von Martin-Luther-Schule und Stadthalle anerkannt. Von April 2005 bis zum Oktober 2005 fand ein baulicher Realisierungs- und Ideenwettbewerb statt. Als erster Baustein wurde der Erweiterungsbau für die Martin-Luther-Schule zum Schuljahresbeginn bezogen.

Mit der Lage des Piscator-Hauses an der Biegenstraße sei ein „hohes Maß an Zentralität“ verbunden. „Die Vitalität in diesem Bereich wird jedoch mit der Entwicklung der Nordstadt zu einem zentralen Universitätscampus erheblich zunehmen. Das Piscator-Haus kann zu einer Drehscheibe zwischen Kultur und Bildung, innerstädtischen Freiflächenangeboten und öffentlichen Gebäuden sowie zwischen Arbeit und Freizeit werden“, so Vaupel.

Der Kulturladen KFZ und das städtische Marketing- und Tourismusbüro MTM sollen in den Stadthallen-Ausbau einziehen. Das KFZ sucht seit Ende der 90er Jahre nach einem geeigneten Standort. Die Situation für das KFZ am jetzigen Standort Schulstraße verschärfte sich sogar zwischenzeitlich durch Auflagen infolge einer immissionsschutzrechtlichen Auseinandersetzung mit einem Nachbarn. 2007 beauftragte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, sich für die Berücksichtigung eines Kulturbausteins für das KFZ bei der universitären Campus-Planung einzusetzen.

von Anna Ntemiris

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