Marburg. In der Ende des 12. Jahrhunderts erbauten ehemaligen Kilianskapelle – von den Marburger „Kilian" genannt – befand sich seit 1969 der Hauptsitz des Deutschen Grünen Kreuzes, für dessen Tochterunternehmen Insolvenz angemeldet wurde. Nun soll der Kilian verkauft werden, wie ein Sprecher des Grünen Kreuzes der OP am Montag auf Anfrage bestätigte.
Der KIlian ist ein besonderes Gebäude: Der Steinbau mit dem Fachwerkaufsatz ist die älteste noch erhaltene ehemalige Kirche Marburgs. „Der älteste Teil Marburgs befand sich nicht rund um den Marktplatz, sondern rund um den Kilian“, erklärt Stadtarchivar Ulrich Hussong zur historischen Bedeutung des Gebäudes.
Vorbesitzer des Kilians, der nun vom Grünen Kreuz für einen Verkaufspreis von 1,1 Millionen Euro verkauft werden soll, war die Stadt Marburg. Im damaligen Kaufvertrag war vereinbart worden, dass die Stadt Marburg bei einem späteren Weiterverkauf ein Rückkaufsrecht und ein Einspruchsrecht bei einem der Stadt nicht passenden Weiterverkauf hat.
von Manfred HItzeroth
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